„Nicht rumheulen“: Dardai sieht Jäger-Rolle positiv

dpa Berlin. Der mit dem Coronavirus infiziert Trainer Pal Dardai will trotz der komplizierten Lage für Hertha BSC „nicht so viel rumheulen oder jammern“, sondern die angeordnete Quarantäne und den anschließenden Saisonendspurt „einfach durchziehen“.

„Nicht rumheulen“: Dardai sieht Jäger-Rolle positiv

Nimmt die Corona-Infektion ernst: Herthas Trainer Pal Dardai. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild POOL/dpa

Dardai war Ende vergangener Woche wie sein Assistenztrainer Admir Hamzagic sowie die Profis Dodi Lukebakio und Marvin Plattenhardt positiv getestet worden. Daraufhin musste der komplette Hertha-Tross für 14 Tage in häusliche Isolation. Der Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga wird für die Berliner dadurch noch komplizierter.

„Wir suchen kein Alibi, es gibt viel schlimmere Dinge im Leben“, sagte Dardai. Auch seine Frau Monika ist an Covid-19 erkrankt. Sie habe es schlimmer erwischt als ihn selbst, berichtete Dardai in einer virtuellen Medienrunde. Er habe nie gedacht, dass er die Krankheit bekommen könnte. Als Jugendtrainer habe er im Vorjahr täglich Kontakt mit hunderten Kindern gehabt. Angesteckt aber hat sich Dardai jetzt. „Ich habe es ernst genommen“, betonte der Ungar, der auf dem Trainingsplatz vom positiven Test erfahren hatte.

„Dem Teamgeist schadet es nicht. Wie sie ackern beim Online-Training, das kann auch positiv sein“, sagte Dardai zur derzeitigen Situation seiner Profis. Bis zum 29. April sind die Spieler in Quarantäne, wahrscheinlich vom 3. oder 4. Mai an muss Hertha zusätzlich zum normalen Programm drei Spiele nachholen.

Sein Team wird dann wahrscheinlich als Jäger die Konkurrenz in der Tabelle von unten überholen müssen. Diese Rolle aber sieht der 45 Jahre alte Trainer durchaus positiv: „Von hinten nach vorn zu spielen, ist gut.“ Die Zeit nach der Quarantäne will er mit seinem Team „wie ein Turnier“ angehen.

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