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Fußball

Pechvögel und Leistungsträger des vierten Spieltags

Fußball

Sonntag, 17. September 2017 - 13:02 Uhr

von Von den dpa-Korrespondenten

dpa Düsseldorf. Beim Überraschungs-Tabellenführer herrscht dicke Luft, beim FC Bayern war die Stimmung am Wochenende wieder besser. Doch der 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga brachte auch zahlreiche Pechvögel hervor.

VfB-Kapitän Christian Gentner bezahlte den Sieg gegen Wolfsburg teuer. Andreas Gebert/dpa Foto: Andreas Gebert

Drei Verletzungen von Ex-Nationalspielern durch heftige Zusammenstöße haben am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga für Aufsehen gesorgt. Der Stuttgarter Christian Gentner und der Bremer Max Kruse fallen mehrere Wochen aus, der Gladbacher Christoph Kramer hatte Glück im Unglück.

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Sportlich hießen die Pechvögel des Spieltags René Adler und Miloš Veljković. Torhüter Adler kassierte mit Mainz trotz starker eigener Leistung ein 0:4 in München, nachdem er zuvor mit dem HSV 1:5, 2:9, 0:5 und 0:8 dort verlor und schon zahlreiche Gegentore hinnehmen musste. Und dem Bremer Abwehrspieler Veljković unterlief ein Eigentor - was er bis zur Pause selbst nicht wusste.

SCHOCKMOMENT: Die schwere Kopfverletzung von Christian Gentner sorgte in Stuttgart für bange Momente. Beim Zusammenprall mit Wolfsburgs Koen Casteels zog er sich Frakturen im Gesicht und eine schwere Gehirnerschütterung zu. Gentner fehlt lange, wird aber wieder gesund.

KNOCKOUT: Nach seinem K.o. im WM-Finale 2014 traf es Gladbachs Weltmeister Christoph Kramer erneut. Diesmal wurde er von Leipzigs Naby Keita mit dem Schuh im Gesicht getroffen. „Es sah schlimmer aus, als es ist“, sagte Kramer, der eine dicke Lippe davontrug.

BREMER PECH I: Werder verlor gegen Schalke nicht nur mit 1:2 das Spiel, sondern auch Stürmer Max Kruse. Wegen eines Schlüsselbeinbruchs wird der frühere Nationalspieler den noch sieglosen Bremern mehrere Wochen fehlen.

BREMER PECH II: Auch der Ausgleichs zum 1:1 war aus Bremer Sicht sehr bitter: Lamine Sané und Veljković wollten gleichzeitig klären, Veljković köpfte den Ball ins eigene Tor. „Ich habe erst in der Pause von Lamine erfahren, dass ich ein Eigentor gemacht habe“, sagte er.

HORRORBILANZ: Der FC Bayern bleibt für René Adler der Alptraumgegner. 14 Niederlagen, drei Remis, kein Sieg lautet die Bilanz. Im Mainzer Trikot ging die schwarze Serie weiter. Der 32-Jährige kassierte die Gegentore 51 bis 54 gegen Bayern. Und war dabei noch bester Mainzer.

SELBSTKRITIK: Das erste Gegentor fiel aus spitzem Winkel. Das zweite durch einen Fernschuss. Frankfurts Torwart Lukas Hradecky hatte beim 1:2 gegen Augsburg keinen guten Tag. „Die Tore dürfen nicht fallen. Ich konnte meiner Mannschaft heute nicht helfen“, sagte er ehrlich.

DISKREPANZ: Viele Fans in Hannover feierten die erste Tabellenführung seit 48 Jahren. Doch gleichzeitig protestierten 96-Anhänger gegen Clubboss Martin Kind und feuerten das Team nicht an. Dafür gab es Kritik aus den eigenen Reihen: „Ultras raus!“ wurde gerufen.

NEUER LAHM: Alle Achtung Joshua Kimmich. Der 22-Jährige hat beim FC Bayern im Eiltempo das Erbe von Philipp Lahm als rechter Verteidiger angetreten. Gegen Mainz war der Nationalspieler an allen vier Toren beteiligt. Kimmich 2017: Gesetzt bei Joachim Löw und Carlo Ancelotti.

REKORDTORJÄGER: Robert Lewandowski erzielte in seinem 100. Ligaspiel für den FC Bayern die Tore 81 und 82. Bundesliga-Rekord! Rudi Völler zum Beispiel traf 73 Mal in den ersten 100 Partien für Werder Bremen. Und Bayern-„Bomber“ Gerd Müller? Kam auf 62 Tore nach 100 Einsätzen.

STARKER START: Vor der Saison waren sich fast alle Experten einig: Der Abstiegskandidat Nummer eins heißt FC Augsburg. Durch das 2:1 in Frankfurt hat der FCA aber den besten Start seiner Liga-Geschichte hingelegt. Sieben Punkte nach vier Spielen hatte er noch nie.

COMEBACK: Für Breel Embolo bedeutete der 4. Spieltag das Ende einer Leidenszeit. Der Schweizer wurde nach 336 Tagen Verletzungspause in Bremen eingewechselt und war überglücklich. „Ich habe die ganze Woche gebrannt für diesen Einsatz und geschuftet. Das wurde belohnt.“


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