Fußball

„Ronaldo heißt: Tore“ - Real ist heiß auf Spiel des Jahres

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Montag, 30. April 2018 - 11:52 Uhr

von Von Carola Frentzen, dpa

dpa Madrid. Real Madrid hat beim Rückspiel gegen die Bayern alle Vorteile auf der Hand. Der Auswärtssieg in der Allianz Arena dient als Polster. Aber Trainer Zidane fordert von seinen Superstars „ein Riesenspiel“ - und muss auf mindestens zwei von ihnen verzichten.

Superstar Cristiano Ronaldo (l) will Real Madrid ins Champions-League-Finale schießen. Foto: Andreas Gebert

Um den Bayern schon vor dem Anpfiff des Rückspiels in der Champions League den nötigen Respekt einzuflößen, bringt Real Madrid wieder einmal Superstar Cristiano Ronaldo ins Spiel.

Die Königlichen veröffentlichten zu diesem Zweck eine eindrucksvolle Statistik: Der Weltfußballer habe in den vergangenen drei Monaten bei jeder Partie im heimischen Bernabéu-Stadion ins Tor getroffen, insgesamt 18 Mal in neun Spielen, rechnete Real vor. „Cristiano Ronaldo im Santiago Bernabéu heißt: Tore“, schrieb der Club auf seiner Webseite.

Für das Starensemble von Zinédine Zidane geht es bei dem Rückspiel gegen Bayern München am Dienstag (20.45 Uhr) um alles, hat die Mannschaft um Kapitän Sergio Ramos und den deutschen Weltmeister Toni Kroos doch in der spanischen Liga vor allem zu Saisonbeginn massiv gefloppt. Nicht nur den Meistertitel musste sie an den FC Barcelona abgeben, der ewige Rivale holte auch den spanischen Pokal. Bleibt für Real nur noch die Königsklasse: Würde Madrid den Titel holen, wäre es das dritte Mal in Folge - seit Einführung der Champions League 1992/93 ist noch keiner Mannschaft ein solches Kunststück gelungen.

„Es ist das Spiel des Jahres für uns“, sagte Zidane und machte deutlich, dass man sich auf dem 2:1-Sieg aus dem Hinspiel keinesfalls ausruhen dürfe. „Wir müssen ein Riesenspiel abliefern, wir wissen das“, betonte der Coach und fügte hinzu, Konzentration, Entschlossenheit und voller Einsatz bei den Duellen seien wichtig, um gegen die Elf von Jupp Heynckes eine Chance zu haben. „Wir müssen so spielen, wie wir es in diesem Jahr überhaupt noch nicht getan haben und einfach alles geben, um ins Endspiel zu kommen.“

Allerdings hat Zidane - genau wie die Münchner - Verletzungssorgen. So muss der Franzose mit Sicherheit auf Rechtsverteidiger Dani Carvajal verzichten, der eine Oberschenkelblessur auskuriert. Auch Mittelfeldspieler Isco muss mit einer Schulterstauchung pausieren, der Einsatz von Verteidiger Nacho ist fraglich.

Sollte dieser nicht rechtzeitig fit sein, könnte Zidane - wie bereits im Hinspiel nach Carvajals Ausfall - Angreifer Lucas Vázquez in die Abwehr schicken. Ziel: Der 26-Jährige soll dort die Angriffe von Franck Ribéry kontrollieren, was ihm in der Schlussphase in der Allianz Arena hervorragend gelungen sei, wie die Sportzeitung „Marca“ resümierte. Sicher ist nur eins: Zidane wird nichts riskieren: „Wer nicht 100 Prozent fit ist, wird nicht spielen“, betonte der 45-Jährige.

Ob die Stürmer Gareth Bale und Karim Benzema dieses Mal zum Einsatz kommen, ließ der Trainer ebenfalls offen. Beide seien extrem wichtige Spieler, sagte Zidane lediglich. „Ich weiß, dass alle Fußballer immer auf den Platz wollen, aber das ist unmöglich.“ 

Das nächste wichtige Match steht für Real Madrid bereits am Samstag an. Dann reist das Team für den Clásico ins Camp Nou nach Barcelona. Es ist der 36. Spieltag in der Primera División und es geht um nichts mehr - außer um die Ehre. Den Clásico im Bernabéu-Stadion hatten die Königlichen im Dezember mit 0:3 verloren. Eines der wenigen Male, in denen auch Ronaldo bei einem Heimspiel kein Tor gelingen wollte. 


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