Rummenigge: Keine Transfers, um „Konkurrenten zu schwächen“

dpa Paris. Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat einem alten Vorurteil gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister widersprochen.

Rummenigge: Keine Transfers, um „Konkurrenten zu schwächen“

Hat nicht vor, durch Transfer die Konkurrenz zu schwächen: Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

„Der FC Bayern hat noch nie einen Spieler mit dem Ziel verpflichtet, einen seiner Konkurrenten zu schwächen“, sagte der 64-Jährige im Interview des französischen Magazins „France Football“. Eine entsprechende Taktik war den Münchnern immer wieder vorgeworfen worden, beispielsweise bei den Transfers von Torschützenkönig Robert Lewandowski im Jahr 2014 sowie von Mats Hummels und Mario Götze (beide 2016) von Borussia Dortmund.

Vom aktuellen Neuzugang, dem französischen Innenverteidiger-Talent Tanguy Nianzou Kouassi, schwärmte Rummenigge. Der 18-Jährige sei ein sehr interessanter Spieler und habe auch ein Angebot von RB Leipzig bekommen. „Soweit wir wissen, wollte er sein Abenteuer mit Paris Saint-Germain nicht verlängern, und wenn ein solches Talent seine Karriere im Ausland plant, ist es logisch, dass ein Verein wie die Bayern Teil seines Interesses sein sollte.“

Auch Trainer Hansi Flick bekam vom Vorstandsvorsitzenden ein großes Lob ausgesprochen. „Mit ihm haben wir das Gefühl, im Lotto gewonnen zu haben“, schwärmte Rummenigge. Es sei schwer, Trainer zu finden, die perfekt zu ihrem Team passen.

Zum ehemaligen Bayern-Star Franck Ribéry habe er zusammen mit Vereinspatron Uli Hoeneß ein fast familiäres Verhältnis gepflegt, sagte Rummenigge dem französischen Fachmagazin: „Uli war wie ein zweiter Vater für ihn und ich wie eine zweite Mutter.“ Der FC Bayern schätze Spieler aus Frankreich generell, sagte Rummenigge. Mit ihrer Mentalität und ihrem Spielstil würden sie gut zum Club passen. „Wir sind mit allen unseren Franzosen zufrieden. Wir sprechen über das Weltmeisterland. Keine Nation gewinnt die WM nur zufällig“, sagte Rummenigge. Frankreich habe eine „spektakuläre“ Spielerausbildung.

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