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Spiel gedreht: Union Berlin gelingt Revanche bei RB Leipzig

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Samstag, 23. April 2022 - 17:53 Uhr

von Von Frank Kastner, dpa

dpa Leipzig. RB Leipzig quält sich weite Strecken gegen starke Unioner. Mit der ersten Chance die Führung, doch die Eisernen schlugen eiskalt zurück und holten den ersten Sieg beim ungeliebten Kontrahenten.

Sven Michel traf beim Union-Sieg bei RB Leipzig zum Berliner Ausgleich. Foto: Jan Woitas/dpa

Der 1. FC Union Berlin hat für das bittere Pokal-Aus bei RB Leipzig Revanche genommen und dem ungeliebten Rivalen eine schwere Niederlage im Kampf um die Champions League zugefügt.

Die Eisernen drehten beim 2:1 (0:0)-Erfolg die Bundesliga-Partie in nur drei Minuten. Drei Tage nach der Niederlage im Pokal-Halbfinale stoppte Union damit die Serie von 15 ungeschlagenen Spielen der Sachsen. Vor 45.770 Zuschauern in der Red Bull-Arena traf Yussuf Poulsen (46.) am Samstag zur Führung, ehe Sven Michel (86.) nur 21 Sekunden nach seiner Einwechslung den Ausgleich markierte. Wenig später sorgte der eingewechselte Kevin Behrens (89.) für den Auswärtssieg.

Somit erlitt RB im Kampf um die Königsklassen-Qualifikation einen großen Dämpfer und geht verunsichert ins Halbfinal-Hinspiel der Europa League an diesem Donnerstag (21.00 Uhr) gegen Glasgow Rangers.

Im zweiten Duell innerhalb von drei Tagen gegen die Eisernen brachte Domenico Tedesco frische Kräfte, wechselte insgesamt sechs Mal. Siegtorschütze Emil Forsberg durfte von Beginn an für Dominik Szoboszlai ran. Union-Coach Urs Fischer, der auf den gelbgesperrten Timo Baumgartl verzichten musste, nahm drei Wechsel vor. Zudem legte sich Fischer trotz Rückkehr von Andreas Luthe für Fredrik Rönnow als Keeper fest, vielleicht sogar bis Saisonende. „Für Andi ist es nicht einfach, aber er hat es sportlich hingenommen.“

Viel Leerlauf auf beiden Seiten

Fischer wollte das Pokal-K.o. aus den Köpfen bekommen und „die guten Aktionen in Erinnerung gerufen“. So begann Union auch. Taiwo Awoniyi zwang nach nur 88 Sekunden RB-Keeper Peter Gulacsi zu einem Klasse-Reflex. Danach war im Gegensatz zum Pokalspiel viel Leerlauf drin. Beide Abwehrreihen neutralisierten sich.

Kurz vor dem Wechsel hatten die Köpenicker die Führung auf dem Fuß: Gulacsi reagierte erneut glänzend den Schuss von Grischa Prömel (44.) aus Nahdistanz. Dann hatte der Vizemeister Glück: ein fulminanter Distanzschuss von Christopher Trimmel knallte nur an die Latte. RB stellte zudem einen Minus-Rekord auf. Noch nie blieb ein Team in Halbzeit eins zwei Spiele hintereinander ohne Torchance.

In Halbzeit zwei wachten die Sachsen auf. Gleich nach Anstoß wurde direkt gespielt, Christopher Nkunku flankt in den Strafraum, wo Prömel per Kopf zunächst klärt, Poulsen (46.) nahm den Ball direkt und traf ins linke untere Eck. Union hatte erneut Pech. Nach einem Schuss von Niko Gießelmann traf Nordi Mukiele beim Blocken den Unioner am Bein. Schiedsrichter Daniel Schlager überprüfte die Aktion TV-Gerät, verweigerte aber einen Strafstoß.

Mukiele (73.) hatte das 2:0 für Leipzig auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten. Dann schlug Union zurück: Nach einer Becker-Flanke traf der eingewechselte Michel (86.) mit einem Hechtkopfball zum 1:1, ehe er drei Minuten später per Hacke auf Behrens ablegte. Dieser verwandelte mit einem platzierten Flachschuss zum 2:1, die 2500 Union-Fans im Gäste-Block feierten ausgelassen.

© dpa-infocom, dpa:220423-99-16857/2

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