Fußball

Stuttgart wendet Niederlage gegen Mönchengladbach ab

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Samstag, 16. Januar 2021 - 20:42 Uhr

von Von Kristina Puck, dpa

dpa Stuttgart. Mit einem Last-Minute-Elfmeter hat hat der VfB Stuttgart die nächste Heimniederlage gerade noch abgewendet und Borussia Mönchengladbachs Trainer Marco Rose einen Sieg zum Jubiläum verdorben.

Stuttgarts Waldemar Anton (l) im Zweikampf mit Mönchengladbachs Breel Embolo. Foto: Marijan Murat/dpa

Silas Wamangituka (90.+6) verwandelte einen Foulelfmeter und rettete dem Gastgeber damit in der Fußball-Bundesliga ein 2:2 (1:0) gegen die Gladbacher. Nach Treffern von Kapitän Stindl (35. Minute/Foulelfmeter) und Denis Zakaria (61.) sah der Champions-League-Achtelfinalist lange wie der Sieger aus, m,it dem die Mannschaft Trainer Rose zum 50. Spiel als Bundesliga-Trainer beschenkt hätten. Nicolas Gonzalez (58.) hatte mit dem 3000. Bundesliga-Tor der Schwaben den zwischenzeitlichen Anschluss für den VfB erzielt.

Für die Gladbacher war das Remis ein Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze. Mit 25 Punkten bleiben sie auf Rang sieben. Die zu Hause weiter sieglosen Stuttgarter kamen zu ihrem fünften Remis und sind Zehnte. Die Hinrunde wird für den Aufsteiger ohne ein Erfolgserlebnis im eigenen Stadion enden. In nur zweieinhalb Wochen besteht die Chance zur Revanche: Der VfB und Mönchengladbach treffen sich im DFB-Pokal in der Stuttgarter Arena wieder (3. Februar) und kämpfen dann um einen Platz im Viertelfinale.

Das Topspiel des 16. Bundesliga-Spieltags nahm nach einer knappen Viertelstunde Fahrt auf. Die erste Gefahr aufseiten der Gastgeber entwickelte Gonzalez, als er im Sprint Gladbachs Verteidiger Nico Elvedi davonlief, seinen Pass in die Mitte spielte der Argentinier dann aber zu ungenau. Mittelfeldspieler Orel Mangala kam mit seinem Abschluss nicht am Gladbacher Torhüter Yann Sommer vorbei (13.). Den Stuttgartern fehlte in der ersten Halbzeit insgesamt die Präzision.

Aufseiten der Gladbacher konnte Angreifer Breel Embolo nach seiner Handoperation von Anfang an spielen. Trainer Rose vertraute damit der gleichen Startelf wie zuletzt beim 3:2 gegen den FC Bayern München. Und Embolo sorgte für die erste gefährliche Szene der Gastgeber, als er sich gegen den rechtzeitig fit gewordenen VfB-Abwehrchef Waldemar Anton durchsetzte, VfB-Torhüter Gregor Kobel war aber zur Stelle. Nach einem schönen Spielzug von Stindl und Stefan Lainer konnte VfB-Verteidiger Pascal Stenzel kurz darauf gerade noch klären.

Beide Trainer hatten sich angetan vom Offensivspiel des Gegners gezeigt, für die Führung der Gäste half der VfB dann allerdings mit. Außenbahnspieler Borna Sosa ließ mit seinem Abwehrverhalten gegen Stefan Lainer Schiedsrichter Felix Brych keine andere Wahl als auf Strafstoß zu entscheiden. Stindl übernahm einmal mehr die Verantwortung und ließ VfB-Torwart Kobel mit seinem Schuss ins linke obere Eck keine Chance - Rose saß auf seinem Platz und klatschte Beifall: Stindl verwandelte schon fünf Elfmeter in dieser Saison und teilt sich mit Frankfurts Andre Silva den Bestwert der Bundesliga.

Erst zum zweiten Mal durften die Gladbacher in dieser Spielzeit mit einer Führung in die Kabine gehen. Nach dem Seitenwechsel waren dann aber erst die Stuttgarter auffällig: VfB-Verteidiger Anton hatte die erste Chance, Matthias Ginter klärte für seinen Keeper Sommer vor der Linie. Den Ausgleich leitete Gonzalez dann mit seinem Pass auf Flankengeber Sosa selbst ein, jagte dann in den Strafraum vor - und vollstreckte mit einem feinen Kopfball im Flug. Die Freude der Stuttgarter über das 1:1 währte aber nur kurz: Mit einem feinen Pass auf Zakaria bereitete Stindl die erneute Führung vor. In der Nachspielzeit rettete dann Wamangituka den Stuttgartern einen Punkt.

© dpa-infocom, dpa:210116-99-53973/4

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