Fußball

Torwart Riemann als Vorlagengeber: Bochum düpiert Hoffenheim

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Samstag, 2. April 2022 - 17:46 Uhr

von Von Ulrike John, dpa

dpa Sinsheim. 0:2 in der Hinrunde, 1:2 in der Rückrunde: Der VfL Bochum ist für Hoffenheim in dieser Saison ein Schreckgespenst. Der Japaner Asano trifft gleich zweimal mit großartiger Hilfe seines Schlussmanns.

Bochums Takuma Asano (l) schießt das Tor zum 2:1. Foto: Uwe Anspach/dpa

Die TSG 1899 Hoffenheim hat im Rennen um einen Champions-League-Platz den nächsten Rückschlag einstecken müssen und ist gegen den VfL Bochum gleich zweimal vom kongenialen Duo Takuma Asano/Manuel Riemann düpiert worden.

Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß unterlag in der Fußball-Bundesliga dem Aufsteiger mit 1:2 (0:1). Der Japaner Asano traf jeweils nach einem weiten Ball von Torhüter Riemann (28. und 59. Minute).

Auch mit der von Trainer Thomas Reis verordneten Manndeckung nervten die Gäste die Kraichgauer, für die Nationalspieler David Raum zwischendurch ausglich (54.). Vor 15.014 Zuschauern in Sinsheim machten die Bochumer im Abstiegskampf einen weiteren großen Schritt nach vorn: Der Abstand zum Relegationsplatz mit Arminia Bielefeld beträgt neun Punkte.

Zwei Wochen nach dem Becherwurfskandal im abgebrochenen Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach zeigte der VfL eine couragierte und disziplinierte Vorstellung. Nach dem zuletzt so enttäuschenden 0:3 bei Hertha BSC konnten die harmlosen Hoffenheimer dagegen erneut nicht unter Beweis stellen, dass sie reif für die Königsklasse sind.

Das Hoeneß-Team liefen in ungewohnten grauen Trikots mit orangefarbenen Ethno-Mustern auf - anlässlich ihres „Afrika-Spieltages“, mit dem sie auf die Folgen des Krieges in der Ukraine für den afrikanischen Kontinent aufmerksam machen wollten. Auffälliger starteten aber die Männer in Weiß: Bochum legte frech los und prüfte mit zwei gefährlichen Fernschüssen durch Konstantinos Stafylidis (3.) und Danilo Soares (11.) TSG-Keeper Oliver Baumann.

Von Anfang an gehörte Stafylidis im ungewohnten zentralen Mittelfeld zu den auffälligsten seines Teams, auch als Bewacher von Spielmacher Christoph Baumgartner. Der Grieche ist von den Bochumern noch bis zum Saisonende aus Hoffenheim ausgeliehen. TSG-Coach Hoeneß hatte vor dem Wiedersehen die Entwicklung des 28-Jährigen gelobt.

Nach der Bochumer Anfangsoffensive rissen die Gastgeber das Spiel mehr und mehr an sich. Vor allem Baumgartner und Andrej Kramaric fanden immer öfter Lücken in der VfL-Abwehr, nutzten sie aber nicht. Mit einem Schuss wie ein Strich ins linke Toreck nach einem ganz starken Abstoß von Keeper Riemann überraschte auf der Gegenseite Asano Torwart Baumann - 0:1.

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hätte Milos Pantovic auf 2:0 erhöhen müssen: Nach einem Fehlpass von Angelo Stiller rannte er alleine auf Baumann zu, schoss aber am Tor vorbei. Dabei hatte der Serbe beim 2:0 im Hinspiel aus über 60 Metern getroffen.

Nachdem Flankenspezialist Raum selbst den Ausgleich machte, bestrafte erneut Asano die Sorglosigkeit der Hoffenheimer: Kramaric hatte zuvor zwei vielversprechende Chancen vergeben, Florian Grillitsch patzte beim Abschlag von Riemann auf den schnellen Angreifer.

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