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Turbo-Start von RB Leipzig - 1. FC Nürnberg ohne Chance

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Samstag, 12. September 2020 - 17:32 Uhr

von Von Martin Moravec, dpa

dpa Nürnberg. RB Leipzig war rasant. Bereits nach drei Minuten erzielte der Champions-League-Halbfinalist beim DFB-Pokal-Start die Führung. Der 1. FC Nürnberg kam lange nicht aus dem Staunen heraus - und schied chancenlos aus.

Leipzigs Amadou Haidara (M) jubelt mit Dani Olmo (r) und Marcel Sabitzer. Foto: Daniel Karmann/dpa

Nach einem Blitz-Tor beim Wiedersehen mit seinem früheren Assistenten Robert Klauß ist Julian Nagelsmann mit RB Leipzig überlegen in die zweite DFB-Pokal-Runde eingezogen.

Der Champions-League-Halbfinalist lieferte dem 1. FC Nürnberg beim 3:0 (1:0) in der ersten Hälfte Anschauungsunterricht in Umschaltspiel, Tempo und Aggressivität.

Nach einem folgenschweren Patzer von Schlussmann Christian Mathenia war Amadou Haidara bereits nach 137 Sekunden erfolgreich - es war das schnellste Pokaltor von RB in seiner Geschichte. Joker Yussuf Poulsen (67. Minute) zerstörte alle Hoffnungen des fränkischen Fußball-Zweitligisten auf eine Überraschung und schickte Leipzig zum vierten Mal nacheinander in die zweite Runde. Debütant Hee-chan Hwang (90.) belohnte sich kurz vor Schluss selbst.

Nagelsmann und Klauß, bis zum Sommer noch RB-Assistent, unterhielten sich vor dem Anpfiff minutenlang angeregt miteinander. Danach gab der Bundesligist aus Sachsen den Ton an - und wie! Die aggressiven Leipziger drängten die fränkischen Hausherren dauerhaft in die eigene Hälfte. Zwischenzeitlich mehr als 80 Prozent Ballbesitz waren Ausdruck der RB-Dominanz. Die Franken mit den drei Neuen Pascal Köpke (Hertha BSC), Sarpreet Singh (FC Bayern München) und Tom Krauß (RB Leipzig) in der Startelf erlebten eine Lehrstunde.

Ausgerechnet Routinier Mathenia, der den Zweikampf zwischen den Pfosten gegen Bayern-Leihgabe Christian Früchtl gewonnen hatte, leitete Leipzigs Führung ein. Dessen missglückten Pass im Strafraum nahm Neuzugang Hwang von RB Salzburg auf - Haidara verwandelte dann.

Der „Club“, Fastabsteiger der vergangenen Saison, konnte sich erst Ende der ersten Hälfte etwas befreien. Bezeichnend: Fabian Schleusener brauchte bis zur 38. Minute für den ersten FCN-Torabschluss.

Ohne ihren nach einer Behandlung ausgewechselten Kapitän Marcel Sabitzer attackierten die Leipziger nicht mehr bedingungslos, die Nürnberger wurden mutiger. Perfektes Timing bewies neun Minuten nach seiner Einwechslung Poulsen mit dem 2:0 nach direkter Vorarbeit von Debütant Hwang. Der Südkoreaner traf sogar noch selbst kurz vor Schluss gegen den unglücklichen Mathenia. Die Nürnberger konnten am 56. Geburtstag von Sportvorstand Dieter Hecking den Cup-Auftakt als Lehrbeispiel für den Zweitligastart nehmen.

© dpa-infocom, dpa:200912-99-534930/2

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