Union verurteilt Rassismus-Vorfall um Kruses Freundin

dpa Berlin. Der 1. FC Union Berlin hat den von Offensivstar Max Kruse öffentlich gemachten Rassismus-Vorfall bei den Feierlichkeiten zum Einzug in die Conference League scharf verurteilt.

Union verurteilt Rassismus-Vorfall um Kruses Freundin

Max Kruse spielt für Union Berlin in der Bundesliga. Foto: Andreas Gora/dpa-Pool/dpa

„Von diesen Idioten gibt es leider noch zu viele: Bleibt einfach weg und lasst uns in Ruhe!“, schrieb der Fußball-Bundesligist bei Twitter. Die Fans wurden aufgefordert, aktiv gegen solche Verfehlungen vorzugehen und im speziellen Fall bei der schwierigen Suche nach dem Täter zu helfen. „Eisern dagegenhalten und falls jemand das beobachtet hat, meldet Euch bitte bei uns!“, hieß es.

Kruse hatte am Sonntagabend bei Instagram berichtet, dass seine Freundin am Vortag von einem Union-Fan bei der Siegesparty auf dem Stadionparkplatz rassistisch beleidigt und mit Bier beworfen wurde. „Aber, ja ich weiß, dass wir als Union keine Rassisten sind, trotzdem schade, dass ich diesen Kerl nicht gefunden habe, weil Rassismus ist fehl am Platz und das fucked mich ehrlich gesagt auch richtig ab“, sagte Kruse, der am Sonntag mit seiner Freundin zum Formel-1-Rennen nach Monaco geflogen war.

Einen solchen Vorfall habe er „so noch nicht erlebt bei uns und hoffentlich werde ich das auch nie wieder erleben. Trotzdem macht es mich schon ein bisschen traurig. Wirklich schade, dass dieser nette Kerl nicht ausfindig gemacht werden konnte“, sagte der 33-Jährige.

Die Eisernen hatten am Samstag durch Kruses Tor in der Nachspielzeit ein 2:1 gegen RB Leipzig geschafft und damit den siebten Platz in der Fußball-Bundesliga und den Einzug in den Europapokal gesichert. Anschließend war es vor dem Stadion zu einer Party mit rund 2000 Fans gekommen, die die Spieler von einem Stadion-Balkon aus anheizten.

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