Fußball

„Unmögliches möglich machen“: Eintracht glaubt an Sensation

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Mittwoch, 5. August 2020 - 13:03 Uhr

von Von Andreas Schirmer, dpa

dpa Frankfurt/Main. Die Frankfurter Eintracht ist für Überraschungen in der Europa League bekannt. Nun will der Halbfinalist des Vorjahres beim FC Basel für eine weitere sorgen: Das 0:3 aus dem Hinspiel drehen und ins Finalturnier in Nordrhein-Westfalen einziehen.

Eintracht Frankfurt verlor das Hinspiel gegen Basel deutlich. Foto: Arne Dedert/dpa

Wenn der Glaube Berge versetzen kann, ist Eintracht Frankfurt in der Schweiz besonders gut aufgehoben.

147 Tage nach der 0:3-Pleite im Achtelfinalhinspiel der Europa League gegen den FC Basel blickt der Fußball-Bundesligist der Herkulesaufgabe in der Rückpartie mit überbordender Zuversicht entgegen. „Vielleicht können wir noch eine Sensation schaffen. Die Chance ist da“, meinte Eintracht-Macher Fredi Bobic vor dem zweiten Duell mit dem 20-maligen Schweizer Meister am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL/DAZN). „Ich habe im Europapokal schon vieles erlebt.“

Fest davon überzeugt, dass bei den Eidgenossen noch etwas geht, ist ebenso Kevin Trapp (30). „Es wird keine einfache Aufgabe. Aber: Wenn jemand die Sensation packen kann, dann sind es wir“, bekräftigte der Nationaltorwart. „Das haben wir in der Vergangenheit schon bewiesen.“ Zum Beispiel mit den Europa-League-Triumphzug bis ins Halbfinale in der vergangenen Saison oder dem Überraschungsgewinn des DFB-Pokals 2018 gegen den FC Bayern München.

Auch Cheftrainer Adi Hütter (50) hat sich dem ausgeprägten Optimismus angeschlossen, obwohl er nach der Sommerpause seine Spieler erst seit einer Woche beisammen hat. „Wir wollen das Unmögliche möglich machen“, bekräftigte der Österreicher. „Wir haben uns das 0:3 selbst eingebrockt, und jetzt versuchen wir die Suppe wieder auszulöffeln.“

Sollte dies gelingen und die Hessen ins Finalturnier vom 10. bis 21. August in Nordrhein-Westfalen einziehen, träumt er sogar von dem fast Unvorstellbaren. „Wenn wir es schaffen sollten, in die Mini-Endrunde zu kommen und sie auch noch gewinnen, wären wir in der Champions League“, sagte Hütter. „Das wäre ja nicht ganz schlecht. Die Champions League ist natürlich ganz was Großartiges.“

Seit dem Trainingsauftakt hat er eine „Basel-Gruppe“ gebildet, um angesichts der kurzen Vorbereitungszeit die Mannschaft so optimal wie möglich auf die Aufholjagd im St. Jakob-Stadion einzustellen. Schließlich müssen die Frankfurter mindestens drei Tore schießen, um in die Verlängerung zu gelangen und mindestens vier, um ohne Elfmeterschießen weiterzukommen. „Wir möchten die allerletzte Chance für das internationale Geschäft nutzen. Das ist unser Wunsch und unsere Verpflichtung“, betonte Hütter. Den Schweizer Fußball kennt er übrigens gut: 2018 führte er die Young Boys Bern zum Meistertitel.

Auch wenn die Eintracht im Hinspiel eher einen unglücklichen Tag erwischt hatte, dürfte das Gastspiel beim FC Basel alles andere als leicht werden. Immerhin sind die Eidgenossen sechs Wochen im Spielbetrieb und haben erst am Montag die Super-League-Saison als Tabellendritter beendet - und den Einzug in den Europapokal verfehlt.

„Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie kräftezehrend das sein kann“, befand Hütter und hofft, dass die Baseler etwas schwächeln werden. Allerdings gewannen sie alle vier Heimspiele in dieser Saison in der Europa League. Mut machte den Frankfurter ihr ehemaliger Coach Niko Kovac, der mit der AS Monaco am vergangenen Samstag bei der Eintracht ein Testspiel (1:1) bestritten hatte. „Mit Blick auf das Spiel in Basel sehe ich sie gut aufgestellt“, sagte Kovac. „Ich bin Vereinsmitglied auf Lebenszeit. Deshalb fiebere ich mit.“

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