Werder-Sportchef Baumann: Drei Favoriten bei Trainersuche

dpa Bremen. Wahrscheinlich in den „nächsten Tagen“ will Werder Bremen den neuen Coach vorstellen. Was ihn und die Mannschaft in der zweiten Liga erwartet, skizziert Sportchef Frank Baumann auch schon mal.

Werder-Sportchef Baumann: Drei Favoriten bei Trainersuche

Will zeitnah einen neuen Werder-Trainer präsentieren: Frank Baumann. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Werder Bremens Sportchef Frank Baumann will den neuen Trainer zeitnah vorstellen.

„Aktuell haben wir drei Favoriten, mit denen wir in einer zweiten Gesprächsrunde nochmals gesprochen haben, um ein breiteres Bild und Eindruck zuzulassen. Jetzt sind wir in der finalen Phase des Auswahlprozesses“, sagte Baumann in einem Interview auf der Webseite des Bundesliga-Absteigers. „Der neue Trainer kann wahrscheinlich in den nächsten Tagen präsentiert werden“, kündigte Baumann an.

Bremen hatte sich einen Spieltag vor dem Saisonende von Trainer Florian Kohfeldt getrennt. Werder-Legende Thomas Schaaf konnte den Abstieg als Interimscoach am letzten Spieltag nicht verhindern.

„Um den Aufstieg mitspielen“

Trotz des zu erwartenden Abgangs zahlreicher Spieler und der sehr angespannten finanziellen Situation ist der Geschäftsführer Sport zuversichtlich, in der kommenden Zweitliga-Saison eine schlagkräftige Mannschaft zu haben. „Wir wollen einen Kader zusammenstellen, der um den Aufstieg mitspielen und diesen auch erreichen kann“, sagte Baumann dem Multimedia-Portal „deichstube.de“.

Der Ex-Profi weiß allerdings, wie schwer die Aufgabe wird, direkt wieder ins Fußball-Oberhaus zurückzukehren. „Die Zweite Liga wird in der nächsten Saison besonders stark sein, das fühlt sich dann in einigen Stadien wie erste Liga an“, sagte Baumann. Zudem werde Werder als Erstliga-Absteiger und Traditionsclub sehr häufig in der Rolle des „Gejagten“ sein. „Jeder wird Werder schlagen wollen. Dieser Favoritenrolle müssen wir uns stellen, der müssen wir gewachsen sein“, sagte Baumann.

Kritik nachvollziehbar

Dass es derzeit viel Kritik vor allem auch an seiner Person gebe, sei nachvollziehbar. Die Unruhe um den Club werde nach dem ersten Abstieg seit 41 Jahren sicher auch noch eine Weile andauern. „Mir ist klar: Es wird in den nächsten Wochen keine Aufbruchstimmung geben. Das kann nur gelingen, wenn wir gut starten und eine gute Saison spielen“, sagte Baumann der „Bild“-Zeitung.

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