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Wie geht es bei Schalke 04 nun weiter?

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Montag, 1. März 2021 - 05:05 Uhr

von Von Heinz Büse und Carsten Lappe, dpa

dpa Gelsenkirchen. Schalke 04 rast in Richtung 2. Liga. Daran besteht auch im Aufsichtsrat kein Zweifel mehr. Der ebnete mit mehreren Trennungen den Weg für einen personellen Neuanfang. Viele Fragen sind offen.

Der FC Schalke 04 gibt beim Sturzflug in die 2. Liga ein Bild des Grauens ab. Foto: Fabian Strauch/dpa

Beim FC Schalke 04 wird die Zahl der Baustellen immer größer.

Nach den Trennungen von Cheftrainer Christian Gross, Sportvorstand Jochen Schneider, Teammanager Sascha Riether, Fitnesscoach Werner Leuthard und Co-Trainer Rainer Widmayer sind beim vom Abstieg bedrohten Fußball-Bundesligisten gleich mehrere Personalfragen zu klären.

Wie geht es auf Schalke weiter?

Am Montag soll wieder trainiert werden. Da noch kein Gross-Nachfolger gefunden ist, leiten die Athletik-Trainer die Einheit.

Wer folgt als Trainer auf Gross?

Die wohl drängendste Personalfrage. Schließlich gibt es schon am Freitag die wohl letzte Chance auf ein Happy End im Abstiegskampf, wenn der FSV Mainz zum Kellerduell anreist. Angesichts der knappen Zeit scheint eine Interimslösung mit Mike Büskens naheliegend, der in ähnlicher Funktion schon zweimal ausgeholfen hatte. Dieser Wunsch soll aus der Mannschaft kommen. Dem Vernehmen nach ist der 52 Jahre alte einstige Profi von dieser Idee jedoch nicht besonders begeistert. Zudem soll der Düsseldorfer an der Kaderplanung für die kommende Saison mitarbeiten. Gut möglich, dass der Verein gleich eine längerfristige Lösung anstrebt. Die Aussage von Aufsichtsratschef Jens Buchta deutet darauf hin: „Die sportliche Situation ist eindeutig, deshalb müssen wir bei jeder noch zu treffenden Personalentscheidung auch über die Saison hinausdenken.“

Wie geht es auf der Führungsebene weiter?

Peter Knäbel ist zunächst nur provisorisch Nachfolger von Schneider als Sport-Vorstand. Der 57 Jahre alte frühere Fußball-Chef des Hamburger SV leitet eigentlich das Nachwuchsleistungszentrum der Königsblauen. Eine ähnliche Übergangslösung soll es angeblich auch auf der Position des Sportdirektors geben. Hier wird der einstige Torhüter Mathias Schober als Kandidat gehandelt.

Ist Schalke noch zu retten?

In dieser Saison wohl nicht mehr. Schalke hat nach 23 Spieltagen nur neun Punkte - so wenig wie seit 55 Jahren kein Erstligist mehr zu diesem Zeitpunkt. Der personelle Kahlschlag ebnet den Weg für einen kompletten Neuanfang, den Buchta im Hinblick auf eine Zukunft in der Zweitklassigkeit anstrebt.

© dpa-infocom, dpa:210228-99-632555/3

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