Sportwelt

Athletensprecher Hartung zu Olympia: „Kein einfacher Spagat“

Olympia

Sonntag, 24. Januar 2021 - 04:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Die Diskussionen um die Olympischen Spiele in Tokio hören nicht auf. Nun melden sich weitere deutsche Top-Athleten zu Wort - mit Hoffnung, aber auch Kritik an mangelnder Kommunikation und Transparenz.

Der Fechter und Athletensprecher Max Hartung. Foto: Federico Gambarini/dpa

Athletensprecher Max Hartung und Ruder-Weltmeister Oliver Zeidler hoffen trotz der Coronavirus-Pandemie auf die Austragung der Olympischen Spiele. Beide haben aber auch Verständnis für Skepsis.

„Natürlich will ich fechten und zeigen, was ich kann. Ich habe vier Jahre lang hart gearbeitet, mich qualifiziert und nochmal geduldig gewartet. Andererseits muss man auch ein wenig Rücksicht auf die Gesellschaft nehmen. Das ist kein ganz einfacher Spagat“, sagte Säbelfechter Hartung im TV-Sender Sky über die aktuelle Situation vor den geplanten Spielen in Tokio.

Er verstehe, „dass es nicht ganz einfach ist, Olympische Spiele zu planen. Trotzdem wünsche ich mir, dass man verschiedene Szenarien entwirft, bei den einzelnen Schritten auch die Athletinnen und Athleten mit in den Dialog nimmt und transparent arbeitet“, sagte Hartung. Der 31-Jährige kritisierte, dass die Sportlerinnen und Sportler „besonders bei den entscheidenden Fragen so gut wie nichts wissen“.

Wegen der verschärften Pandemie-Lage gibt es wachsende Zweifel an der Austragung der bereits um ein Jahr verschobenen Tokio-Spiele. Einen „Times“-Bericht, dass Japan bereits von einer Olympia-Absage ausgeht, hatten die Regierung und das IOC am Freitag scharf zurückgewiesen.

Für Zeidler ist „viel Unsicherheit dabei. Vor allem, da die Bevölkerung in Japan nicht hinter dem Event steht. Als Sportler müssen wir das aber ausblenden. Sonst können wir die letzten Prozent im Training nicht geben. Ein Psychospiel“, sagte der 24-Jährige bei Sky. Im Idealfall würden „Zuschauer zugelassen und wir Athleten sind in einer Bubble. Damit wir das Olympia-Feeling mitnehmen können. Aber in erster Linie ist es uns Athleten wichtig, dass sie stattfinden“.

© dpa-infocom, dpa:210123-99-144335/2

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