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Australian-Open-Boss: Absage wäre „katastrophal“ gewesen

Tennis

Sonntag, 7. Februar 2021 - 12:43 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Melbourne. Turnierdirektor Craig Tiley hat kurz vor Beginn der Australian Open die Austragung des ersten Grand-Slam-Turniers der Tennis-Saison in Corona-Zeiten noch einmal vehement verteidigt.

Hat kurz vor Beginn der Australian Open die Austragung noch einmal vehement verteidigt: Turnier-Direktor Craig Tiley. Foto: Dave Hunt/AAP/dpa

Eine Absage des an diesem Montag beginnenden Events wäre „katastrophal“ gewesen, sagte Tiley. In diesem Fall hätte der Verlust des Turniers für die Metropole am Yarra River gedroht. „Es wäre nicht im nächsten Jahr gewesen, dass wir das Grand-Slam-Turnier nicht mehr gehabt hätten, aber es hätte nicht mehr sehr viel länger gedauert, um es zu verlieren“, sagte Tiley.

„Du hättest es verloren, weil jemand in Schanghai oder Tokio oder sonst wo sagt: "Ok, wir werden ein Event haben, wir bieten 75 Millionen Dollar Preisgeld, wir machen es über zwei Wochen, wir bekommen die besten Spieler, es ist eine sichere Umgebung und es ist ein kürzerer Flug“, sagte Tiley. „Du verlierst das Momentum. Mittelfristig wäre das katastrophal gewesen.“

Der Turnierboss hatte viel Kritik dafür einstecken müssen, dass die Australian Open mitten in der Coronavirus-Pandemie ausgetragen werden. Die Organisatoren hatten große Mühen und viel Geld aufgewendet, um Tennisprofis aus der ganzen Welt nach Australien fliegen zu lassen und sie dort für zwei Wochen in Hotels in Quarantäne zu stecken. Auch dass es auf einigen Flügen Corona-Fälle gegeben und sich zuletzt ein Hotel-Mitarbeiter infiziert hatte, hatte für Unmut gesorgt. Doch allen Schwierigkeiten zum Trotz sollen die Australian Open an diesem Montag (01.00 Uhr/MEZ) beginnen.

© dpa-infocom, dpa:210207-99-336975/2


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