Sportwelt

Becker zu neuem Davis Cup: „Gebe jeder Idee eine Chance“

Tennis

Freitag, 15. November 2019 - 05:27 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Madrid. Deutschlands Herrentennis-Chef Boris Becker sieht dem heftig kritisierten Davis-Cup-Finale gespannt entgegen.

Gibt jeder Idee eine Chance: Boris Becker. Foto: Boris Roessler/dpa

„Ich gebe jeder Idee eine Chance, kritisieren kann man hinterher“, sagte der Ex-Profi über das umstrittene neue Format des Teamwettbewerbs. Vom 18. bis 24. November kämpfen 18 Mannschaften in Madrid um den Titel. Zunächst wird in sechs Dreier-Gruppen, dann im K.o.-System gespielt. Deutschland trifft auf Argentinien und Chile. Spitzenspieler Alexander Zverev hatte frühzeitig seine Teilnahme abgesagt und dies auch mit dem neuen Format begründet.

Ohne das alte System mit den stimmungsvollen Heim- und Auswärtsspielen habe der Nationen-Wettbewerb „ein bisschen“ an Wert verloren, sagte Zverev. Für Deutschland treten Philipp Kohlschreiber, Jan-Lennard Struff, Dominik Koepfer und die Doppelspezialisten und French-Open-Sieger Kevin Krawietz und Andreas Mies an.

Auf die Frage, wie wohl die Stimmung sein werde, wenn Deutschland in einem Gruppenspiel auf Chile treffe, antwortete Becker: „Das ist die große Frage, die kann ich nicht beantworten. Wir sind bereit, wir wollen Tennis spielen, wir wollen gewinnen. Wie viele Zuschauer dann tatsächlich bei unseren Spielen zuschauen, weiß ich nicht.“

Dennoch forderte der 51-Jährige, der 1988 und 1989 den Teamwettbewerb nach altem Muster gewonnen hatte und zunächst ein scharfer Kritiker des neuen Formats war, bei den ATP Finals in London: „Wir sollten uns erst einmal beruhigen und abwarten, was passiert. Vielleicht sind wir am Sonntag in einer Woche schlauer und sagen, das war das beste Davis-Cup-Event. Ich bin genauso gespannt wie Sie alle.“


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