Sportwelt

Box-Promoter bestätigt WM-Fight Joshua gegen Fury

Boxen

Dienstag, 11. Mai 2021 - 17:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Dschidda. Nach längerem Hin und Her hat Box-Promoter Eddie Hearn den Schwergewichtskampf zwischen den britischen Weltmeistern Anthony Joshua und Tyson Fury in Saudi-Arabien bestätigt.

Anthony Joshua hält drei WM-Titel. Foto: Andrew Couldridge/POOL Reuters/AP/dpa

Der in einer Arena in Dschidda am Roten Meer geplante Kampf werde am 7. oder 14. August stattfinden, sagte Hearn dem Fernsehsender Sky Sports. Der spätere der beiden Termine sei günstiger, weil zuvor die Olympischen Spiele in Tokio enden, sagte der Joshua-Promoter. Diese Frage werde hoffentlich in den nächsten Tagen geklärt. „Der Deal ist abgeschlossen“, stellte Hearn zugleich klar.

Der 31-jährige Joshua ist Weltmeister der Verbände IBF, WBA und WBO. Der ein Jahr ältere Fury hält den WM-Titel des Verbandes WBC, den er bei seinem bislang letzten Kampf im Februar 2020 durch technischen K.o. dem Amerikaner Deontay Wilder abnahm. Fury ist in seinen 31 Profikämpfen noch unbesiegt. Zunächst sind zwei Kämpfe zwischen Joshua und Fury vereinbart worden. Der erste Vereinigungskampf der vier wichtigsten Verbände soll vor bis zu 20.000 Zuschauern stattfinden, der Rückkampf könnte im November oder Dezember steigen.

Fury hat offenbar noch nicht allen Bedingungen des Kampfes zugestimmt. Laut Hearn müssen Furys Anwälte noch Details ausarbeiten. Joshua sei deshalb zunehmend ungeduldig. „Ich bin müde. Meine Fans sind müde. Deine Fans sind müde. Wir sind alle müde vom Gerede“, schrieb Joshua am Montagabend an Fury gerichtet bei Twitter und fügte hinzu: „Weniger Gerede. Mehr Action!“ Hearn bezeichnete den zum Mega-Duell hochgejubelten Kampf als „globales Spektakel“.

Joshua hatte im Dezember 2019 bereits einmal in Saudi-Arabien gegen Andy Ruiz jr. geboxt. Beim Kampf vor den Toren der Hauptstadt Riad hatte Joshua sich die Weltmeister-Gürtel von WBA, WBO und IBF zurückgeholt. Joshua allein soll umgerechnet mehr als 65 Millionen Euro kassiert haben. Schon vor rund einem Jahr hatte er gesagt, einem weiteren Kampf in dem Königreich trotz der Menschenrechtsverletzungen und massiver Kritik an dem Sport-Ereignis nicht abgeneigt zu sein.

© dpa-infocom, dpa:210511-99-558319/2

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