Chef der BBL fordert Unterstützung der Politik

dpa Köln. Der Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga, Stefan Holz, hat in der Corona-Krise Unterstützung seitens der Politik gefordert.

Chef der BBL fordert Unterstützung der Politik

Fordert für den Basketball Unterstützung durch die Politik: Stefan Holz, Geschäftsführer der Basketball Bundesliga GmbH (BBL). Foto: Nicolas Armer/dpa

„Uns ist klar, dass wir in der Schlange weiter hinten stehen. Aber auch wir sind ein Wirtschaftszweig und Lebensinhalt für viele Millionen Menschen“, sagte Holz der „Sport Bild“. Als Vorbild nannte er die Schweiz, wo ein Fördertopf mit 100 Millionen Franken nur für den Sport bereitgestellt worden sei.

Probleme könnten für die Vereine bereits Mitte Mai entstehen, wenn die Beiträge für die Berufsgenossenschaft gezahlt werden müssen. Im Schnitt geht es dabei um 500.000 Euro pro Club. „Da braucht der gesamte Profisport Entgegenkommen von der Politik. Unsere Vorstellung ist hinterlegt: eine zinslose Stundung bis Ende 2021“, sagte Holz.

Die Basketball Bundesliga hat ihren Spielbetrieb derzeit bis zum 30. April ausgesetzt. Am Montag wollen die Clubs beraten, wie es weitergeht. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, dass wir spielen können, sollten wir spielen“, sagte Bayern Münchens Geschäftsführer Marko Pesic im MagentaSport-Podcast „Abteilung Basketball“.

Der Ex-Profi bringt dabei auch eine Variante ins Spiel, bei der nicht alle Clubs die Saison beenden. Jeder Verein solle dies selbst entscheiden dürfen. „Aber was nicht passieren darf, dass dann acht Mannschaften spielen wollen und neun Mannschaften wollen nicht spielen, dass dann der Wettbewerb abgebrochen ist“, sagte Pesic.

Vor allem kleinere Vereine sind für einen Abbruch der Saison. „Für den Standort Bayreuth wäre es fatal, wenn weitergespielt würde. Weil der Aufwand in keiner Relation zum Nutzen steht“, sagte Raoul Korner, Trainer von medi Bayreuth.