Sportwelt

DOSB-Vorstandschefin: Vorwürfe vollumfänglich aufklären

Sportpolitik

Mittwoch, 12. Mai 2021 - 10:34 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Die DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker hat sich von den Vorwürfen aus dem Mitarbeiterkreis des Deutschen Olympischen Sportbunds auch „persönlich sehr betroffen“ gezeigt.

Verspricht Aufklärung beim DOSB: Vorstandschefin Veronika Rücker. Foto: Arne Dedert/dpa

Die in einem anonymen Brief erhobenen Anschuldigungen gegen die Spitze des Dachverbands wegen des Umgangs mit Mitarbeitern und der angeblichen Vernachlässigung von Corona-Regeln würden die DOSB-Führung „seitdem unentwegt“ beschäftigen, schrieb Rücker in einer Mitteilung. Es sei „ein wichtiges Anliegen, diese Vorwürfe vollumfänglich aufzuklären und die daraus notwendigen Konsequenzen zu ziehen“, hieß es weiter.

In dem Brief, der in der Vorwoche bekannt geworden war, werden der DOSB-Spitze um Präsident Alfons Hörmann eine Reihe von Verfehlungen vorgeworfen. Im Deutschen Olympischen Sportbund herrsche eine „Kultur der Angst“, heißt es in dem Schreiben. Präsidium und Vorstand hatten die Ethik-Kommission eingeschaltet, für den Mittwoch wurden erste Beratungen des Gremiums um den früheren Bundesinnenminister Thomas de Maizière erwartet.

„Zudem werden wir einen internen Prozess der Aufklärung, Aufarbeitung und der daraus notwendigen Veränderungen initiieren“, kündigte Rücker an. Präsidium und Vorstand hatten Hörmann indes bereits am Freitag das Vertrauen ausgesprochen. Dagegen hatten die Spitzenverbände im DOSB vor einer vorschnellen Positionierung gewarnt. Teils deutliche Kritik an Hörmann bis hin zu Rücktrittsforderungen gab es aus einigen Landessportbünden.

Rücker versprach weitere Anstrengungen im Dachverband. „Wir möchten, dass alle Mitarbeitenden im DOSB die Arbeitsatmosphäre als wertschätzend, unterstützend und motivierend wahrnehmen“, schrieb sie. Neben der Aufarbeitung der Vorwürfe werde man aber auch die Bemühungen um Lockerungen und neue Perspektiven für den deutschen Sport in der Corona-Krise nicht vernachlässigen.

© dpa-infocom, dpa:210512-99-567228/3

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