Sportwelt

DSV-Chef fordert in Corona-Krise mehr Einbindung des Sports

Sport

Mittwoch, 6. Januar 2021 - 12:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Der neue Präsident des Deutschen Schwimm-Verbandes, Marco Troll, hat die Politik in der Corona-Krise zur stärkeren Einbindung des Sports aufgefordert.

Marco Troll, Präsident des Deutschen Schwimm-Verbandes. Foto: spo

„Der massenhafte Ansturm auf die Skigebiete rund um den Jahreswechsel zeigte doch gerade, wie sehr die Menschen nach Bewegung und Ablenkung gieren. Niemand lässt sich monatelang einfach einsperren, die Menschen brauchen den Sport“, sagte Troll.

„Die Politik sollte endlich mehr diejenigen einbinden, die Verantwortung übernehmen wollen. Der Sport ist ja bekannt für verlässliche Organisation und Disziplin, er hat deswegen mehr Vertrauen verdient. Der Sport muss als Teil der Lösung gesehen werden, nicht als Teil des Problems“, führte er aus.

Zahlreiche Hygienekonzepte hätten gezeigt, „dass wir mit dem strukturierten Ausbildungs- und Trainingsbetrieb unserer Vereine die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich halten können“. Troll (59) ist seit November Präsident im nach eigenen Angaben fast 600.000 Mitglieder starken Verband.

Wegen der Verantwortung gegenüber den Vereinen wolle man sich als Dachverband „noch verstärkter für eine verantwortungsvolle Öffnung der Bäder einsetzen“, sagte er. Gerade in Schwimmbädern sei durch Chlor, Wasseraufbereitung, hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme bei Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln das Risiko sehr gering.

„Vor allem werden durch unsere Vereine aber sehr gut kontrollierte Angebote gemacht, was vor allem in den älteren Jugendgruppen einen wichtigen Beitrag leisten würde. In diesem Alter werden ansonsten ja schnell auch mal Alternativen im unkontrollierbaren Bereich genutzt. Insofern können wir in unseren Bädern in dieser schwierigen Zeit eine echte Hilfestellung geben“, betonte Troll. Sorgen bereitet ihm auch die Schwimmausbildung von Kindern.

Für Millionen Sporttreibende geht nach Lockdown-Beschlüssen vom Dienstag das quälende Warten auf die Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebs bis zumindest in den Februar weiter.

© dpa-infocom, dpa:210106-99-916804/2

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