Sportwelt

Das WM-Team: Deutschlands Eishockey-Profis im Überblick

Eishockey

Donnerstag, 20. Mai 2021 - 05:43 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Riga. Zehn WM-Debütanten, fünf Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018 und vier Nordamerika-Profis zählen zum deutschen Aufgebot für die Eishockey-Weltmeisterschaft in Riga, die am Freitag beginnt.

Die deutschen Eishockey-Cracks sind bei der WM in Riga gefordert. Foto: Timm Schamberger/dpa

28 Spieler dürfen in diesem Jahr gemeldet werden. Bislang hat Bundestrainer Toni Söderholm nur 27 im Aufgebot. Dadurch könnte - theoretisch - noch ein NHL-Spieler nachrücken, wenn die Playoffs für ihn schnell beendet sein sollten. Der aktuelle WM-Kader im Überblick.

DIE TORHÜTER

Felix Brückmann (Adler Mannheim/30 Jahre): War in den DEL-Playoffs hinter dem früheren Nationaltorwart Dennis Endras nur zweiter Mann. Bisher noch keine WM-Einsätze.

Mathias Niederberger (Eisbären Berlin/28): Sohn von Andreas Niederberger, einem früheren National-Verteidiger der Düsseldorfer EG. Berlins Meister-Torhüter dürfte gute Chancen haben, die Nummer eins zu sein.

Niklas Treutle (Nürnberg Ice Tigers/30): Hat zwei Weltmeisterschaften hinter sich und bei seinen Einsätzen in Herning und Kosice weitestgehend überzeugt.

DIE VERTEIDIGER:

Dominik Bittner (Grizzlys Wolfsburg/28): Als Einziger vom überraschenden deutschen Vizemeister Grizzlys Wolfsburg im Kader. Feiert sein WM-Debüt.

Marcel Brandt (Straubing Tigers/29): In der abgelaufenen Saison als bester Verteidiger der DEL ausgezeichnet. Auch er gibt sein WM-Debüt.

Leon Gawanke (Manitoba Moose/AHL/21): Begann die Saison bei den Eisbären, wurde dann nach Nordamerika in die AHL gerufen. Die NHL-Rechte an ihm hatten sich die Winnipeg Jets gesichert. Ein weiterer WM-Debütant.

Korbinian Holzer (Automobilist Jekaterinburg/KHL/33): Ein meinungsstarker Führungsspieler mit der Routine aus einem Jahrzehnt in der NHL. Er spielte zuletzt in der starken osteuropäischen KHL, wechselt nach der WM nach Mannheim.

Jonas Müller (Eisbären Berlin/25): Schoss das zwischenzeitliche 3:2 im verlorenen Olympia-Finale 2018 gegen Russland. Kommt mit dem Selbstvertrauen des Meister-Titels mit den Eisbären Berlin.

Moritz Müller (Kölner Haie/34): Der Kapitän, ältester Spieler im WM-Aufgebot. Immer für einen Spruch gut, immer mit 100 Prozent dabei. Genießt hohes Ansehen. Schwiegersohn des früheren Fußball-Profis und -Managers Thomas Eichin.

Marco Nowak (Düsseldorfer EG/30): Für Söderholm ein Spieler aus dem erweiterten Führungskreis. Solide und zuverlässig.

Moritz Seider (Rögle BK/SHL/20): War 2019 bei seiner ersten WM mit nur 18 Jahren bester deutscher Verteidiger. Wurde in Schweden zum besten Verteidiger des Jahres gewählt und will nun in Detroit in der NHL durchstarten. „Absolut ein NHL-Verteidiger“, sagte Söderholm.

Fabio Wagner (ERC Ingolstadt/25): Spielte erstmals nach Olympia 2018 im Nationalteam, hat eine überzeugende Saison in der DEL hinter sich. Feiert sein WM-Debüt.

DIE STÜRMER

Lean Bergmann (San Jose Barracuda/AHL/San Jose Sharks/NHL/22): Kam zum Saisonende noch zu einem NHL-Einsatz für die San Jose Sharks, spielte ansonsten für das Farmteam in der unterklassigen AHL.

Andreas Eder (Straubing Tigers/25): Spielte eine ganz starke DEL-Saison und wurde mit dem WM-Debüt belohnt.

Markus Eisenschmid (Adler Mannheim/26): Lief schon in der zweitklassigen, nordamerikanischen AHL auf, hat die Hoffnung auf den Sprung nach Nordamerika nicht aufgeben.

Daniel Fischbuch (Düsseldorfer EG/27): Überzeugte in der Liga, war Top-Scorer der DEG. Auch er spielt erstmals eine WM.

Maximilian Kastner (Red Bull München/28): Noch ein WM-Debütant. Feierte 2016 mit seinem damaligen Mitspieler Söderholm die erste Münchner Meisterschaft, ehe der heutige Bundestrainer und frühere Verteidiger aufhörte.

Nicolas Krämmer (Adler Mannheim/28): Ist ein fleißiger Arbeiter. Könnte bei der WM eine Reihe gebürtiger Landshuter mit seinen prominenteren Teamkollegen Kühnhackl und Rieder bilden.

Tom Kühnhackl (Bridgeport Sound Tigers/AHL/29): Ein spätes WM-Debüt für den zweimaligen Stanley-Cup-Champion mit Pittsburgh. Er ebnete mit seinem entscheidenden Tor in der Olympia-Qualifikation den Weg zu Silber in Pyeonghang 2018. Ein „Hero“ für DEB-Präsident Franz Reindl.

Stefan Loibl (Adler Mannheim/24): Langjähriger Straubinger, der nach Mannheim wechselte, um Meister zu werden. Sein erstes Jahr bei den Adlern endete aber enttäuschend im Playoff-Halbfinale.

Marcel Noebels (Eisbären Berlin/29): Wurde zum zweiten Mal am Stück zum Stürmer und Spieler der Saison in der DEL gewählt. Ein Garant für die starke Spielzeit des Berliner Meister-Teams.

John-Jason Peterka (Red Bull München/19): Das Top-Talent wurde im vergangenen Oktober in der zweiten Runde des NHL-Drafts von den Buffalo Sabres ausgewählt, wartet aber noch auf seinen Sprung in die stärkste Liga der Welt. Erste WM für ihn.

Leo Pföderl (Eisbären Berlin/27): Wie Noebels ein Meister-Garant der Eisbären. Kurios: Die Berliner verkündeten wegen einer Verletzung schon sein Saison-Aus, dann gab er in den Playoffs sein Comeback. War bei Olympia 2018 dabei, da aber meist noch überzähliger Stürmer.

Matthias Plachta (Adler Mannheim/30): Einer der international Erfahrensten im Team, ein guter Techniker mit einem gefürchteten Handgelenkschuss. Sohn des früheren DEL-Spielers Jacek Plachta.

Lukas Reichel (Eisbären Berlin/19): Der Jüngste im Kader. Wurde in den NHL-Drafts im Herbst von den Chicago Blackhawks gezogen und will möglichst bald in die USA umziehen. Bildete in der DEL ein überragendes Sturm-Trio mit Noebels und Pföderl. Erste WM für ihn.

Tobias Rieder (Buffalo Sabres/NHL/28): Einzige NHL-Stammkraft im Kader, hat aber mit Buffalo als schwächstem NHL-Team eine schwierige Saison hinter sich. Hatte in der Vergangenheit bei WM-Teilnahmen oft Pech und verletzte sich schwer.

Frederik Tiffels (Kölner Haie/26): Ein Kumpel von NHL-Star Leon Draisaitl. Sucht nach seinen Jahren in Köln von der kommenden Saison an eine neue sportliche Herausforderung in München mit größeren Meisterchancen.

© dpa-infocom, dpa:210519-99-667248/2

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