Sportwelt

Diskuswerferin Pudenz sorgt für Glanzlicht bei DM

Leichtathletik

Samstag, 25. Juni 2022 - 18:34 Uhr

von Von Robert Semmler und Andreas Schirmer, dpa

dpa Berlin. Die Diskuswerferinnen um die starke Kristin Pudenz zeigen den bislang besten Wettbewerb bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften.

Diskuswerferin Kristin Pudenz in Aktion. Foto: Sven Hoppe/dpa

Ein nahes Gewitter und dunkle Wolken begannen sich gerade zu verziehen, als Deutschlands beste Diskuswerferin Kristin Pudenz ein Glanzlicht im Berliner Olympiastadion setzte.

Als es nach gut halbstündiger Wartezeit am Samstagnachmittag bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften weiterging, schleuderte die Olympia-Zweite die Scheibe auf starke 67,10 Meter - eine persönliche Bestleistung. Bei den Tokio-Spielen hatte Pudenz mit 66,78 Metern ihre bis dahin beste Weite geschafft.

Damit bestätigte die 29-Jährige bei ihrem vierten deutschen Titelgewinn erneut, dass sie bei den Weltmeisterschaften in Eugene in den USA in drei Wochen zum überschaubaren Kreis der deutschen Medaillenhoffnungen zählt. In einem hochklassigen Wettbewerb wurde Shanice Craft aus Halle mit 64,64 Metern Zweite, Lokalmatadorin Julia Harting kam mit 64,34 Metern auf Rang drei. Claudine Vita aus Neubrandenburg belegte Rang vier mit 63,36 Metern.

Im Frauen-Sprint verzichtete die letztjährige Doppelmeisterin Alexandra Burghardt nach dem Einlaufen angeschlagen auf einen Start über die 100 Meter. Burghardt hatte im Februar bei den Olympischen Winterspielen Silber im Bob geholt. Bereits zuvor hatten Speerwerfer Johannes Vetter, Langstrecklerin Konstanze Klosterhalfen und Hindernisläuferin Gesa Krause ihre Starts abgesagt. Ebenfalls nicht dabei sein wird Speerwerferin Christin Hussong.

Nach den Absagen der Leistungsträger zeigte auch Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre zum Auftakt eine starke Vorstellung. Der 23-jährige Leverkusener holte mit persönlicher Bestleistung von 5,90 Metern seinen vierten deutschen Meistertitel. Der WM-Vierte war schon als deutscher Jahresbester zu den Meisterschaften gekommen und ließ Titelverteidiger Oleg Zernikel und Torben Blech, die jeweils 5,70 Meter schafften, keine Chance.

„Das war ein Zwischenstopp. Ich will noch ein bisschen Progression, dass es noch mehr nach oben geht. Ich freue mich auf alles, was kommt“, sagte Lita Baehre, der die Norm für die Weltmeisterschaften um zehn Zentimeter überbot. Die WM in Eugene beginnt am 15. Juli. Für die Europameisterschaften ab dem 15. August in München sind 5,75 Meter gefordert. Auch Zernikel hat die Normen für die internationalen Saisonhöhepunkte bereits erfüllt.

Im Dreisprung sicherte sich Max Heß zum sechsten Mal seit 2016 den nationalen Titel. Dem ehemaligen Europameister aus Chemnitz genügten dafür international unterdurchschnittliche 16,20 Meter. Die EM-Norm liegt bei 16,95 Metern, die WM-Norm bei 17,10 Metern.

Internationale Top-Leistungen gab es zuvor bei den US-Meisterschaften in Eugene, die auch als WM-Ausscheidung dienen. 100-Meter-Sieger Fred Kerley lief im Finale 9,77 Sekunden nach 9,76 Sekunden im Halbfinale. Kugelstoßer Ryan Crouser gewann mit 23,12 Metern vor Joe Kovacs, dem 22,87 Meter gelangen. David Storl war am Vortag mit 20,32 Metern deutscher Meister geworden.

© dpa-infocom, dpa:220625-99-799705/2

Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre siegte in Berlin mit 5,90 Metern. Foto: Soeren Stache/dpa

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