Sportwelt

Eckert zu Grindel-Sitz in FIFA und UEFA: „Frage der Moral“

Fußball

Mittwoch, 10. April 2019 - 12:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Der frühere FIFA-Ethikchef Hans-Joachim Eckert hat angezweifelt, dass der zurückgetretene DFB-Präsident Reinhard Grindel in den Spitzengremien des Fußball-Weltverbandes FIFA und der für Europa zuständigen UEFA bleiben sollte.

Der frühere FIFA-Ethikchef Hans-Joachim Eckert außerte sich zur Kausa Reinhard Grindel. Foto: Walter Bieri/KEYSTONE/dpa

„Wenn Herr Grindel aus den Führungsgremien der beiden Institutionen zurücktreten würde, wäre Deutschland dort nicht vertreten und es würde eine Vakanz geben, die nicht positiv für den DFB wäre“, sagte Eckert im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Auf der anderen Seite ist es aber auch eine Frage der Moral und Ethik, ob man bei derartigen Verfehlungen weiterhin in den Führungspositionen bleibt.“

Der DFB hatte nach dem Grindel-Rückzug mitgeteilt, dass der 57-Jährige seine internationalen Ämter bei der UEFA (bis 2021) und bei der FIFA (bis 2023) trotz des moralischen Fehlers behalten solle. Der 57-Jährige hatte seinen Rücktritt mit dem umstrittenen Uhr-Geschenk des ukrainischen Oligarchen Grigori Surkis begründet. Kritisiert wurde Grindel zuvor schon wegen eines Zusatzeinkommens von über 78.000 Euro für den Aufsichtsratsposten bei einer DFB-Tochtergesellschaft.


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