Eishockey-WM: Gelingt gegen Frankreich der nächste Erfolg?

dpa Helsinki. Auf dem angestrebten Weg ins Viertelfinale der Eishockey-WM strebt die deutsche Auswahl im dritten Vorrundenspiel den zweiten Sieg an. Eine Niederlage wäre ein Rückschlag.

Eishockey-WM: Gelingt gegen Frankreich der nächste Erfolg?

Die deutschen Eishockeyspieler wollen auch gegen Frankreich jubeln. Foto: Martin Meissner/AP/dpa

Gegen Frankreich soll für Deutschlands Eishockey-Nationalteam der zweite Vorrundensieg her. Der WM-Vierte von 2021 geht am Montag (19.20 Uhr/Sport1 und MagentaSport) als klarer Favorit ins Spiel.

„Das Spiel ist nicht so leicht, wie man denkt“, sagte Berlins Stürmer Marcel Noebels: „Man darf nicht vergessen, dass es eine Nation ist, die nicht groß etwas zu verlieren hat. Wenn man frei aufspielen kann, macht es das einem oft leichter.“

Die Ausgangslage:

Zum Auftakt der WM hatte der Weltranglisten-Neunte von Bundestrainer Toni Söderholm 3:5 gegen Rekordweltmeister Kanada verloren und anschließend mit 2:1 gegen den Olympia-Dritten Slowakei gewonnen. „Wir haben uns nach dem ersten Spiel ein bisschen gesteigert“, sagte Noebels.

Der Gegner:

Der Weltranglisten-13. spielt nur mit, weil Russland und Belarus als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine suspendiert wurden. Gegen die Slowakei machten die Franzosen ein 0:2 wett, verloren aber 2:4. Gegen Kasachstan gab es ein knappes 2:1.

Die Statistik:

Von elf WM-Begegnungen gewann Deutschland sechs. Im zuvor letzten Duell 2019 in der Slowakei gelang ein klares 4:1, es war die erste WM mit Bundestrainer Toni Söderholm.

Das sagt Bundestrainer Toni Söderholm:

„Es ist eine leidenschaftliche Mannschaft. Sie leben von den Emotionen. Man muss im Kopf haben, wo sie herkommen. Sie wollen sich beweisen. Viele werden sagen, sie gehören nicht hierher“, sagte der 44-Jährige: „Es sind die typischen Gegner, wo du denkst, du schläfst ein bisschen ein irgendwann im Spiel und dann passiert was.“ Ob er wieder auf NHL-Torhüter Philipp Grubauer oder den Berliner Meister-Torwart Mathias Niederberger setzt, verriet der Finne nicht.

Die Perspektive:

Nach dem Frankreich-Spiel hat das Team des Deutschen Eishockey-Bunds zum einzigen Mal während des Turniers zwei spielfreie Tage. Erst am Donnerstag geht es mit dem vierten Gruppenspiel gegen Dänemark weiter. Es folgen noch Partien gegen Italien, Kasachstan und die Schweiz. Ziel ist es, die Vorrunde in der Achtergruppe unter den besten Vier abzuschließen, um ins Viertelfinale einzuziehen.

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