Sportwelt

Enttäuschung für deutsche Basketballer gegen Großbritannien

Basketball

Samstag, 20. Februar 2021 - 19:02 Uhr

von Von Florian Lütticke, dpa

dpa Podgorica. Ohne zahlreiche Leistungsträger bleiben die deutschen Basketballer in der EM-Qualifikation weiter deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Deutschlands Trainer Henrik Rödl gestikuliert am Spielfeldrand. Foto: Swen Pförtner/dpa

Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl verlor in Podgorica gegen Großbritannien mit 81:83 (45:47) und kassierte damit im fünften und vorletzten Spiel die vierte Niederlage in Serie.

Die Profis aus der NBA um Topstar Dennis Schröder und die Spieler der Euroleague-Teams fehlten, Center Maik Zirbes war mit 14 Punkten bester deutscher Werfer. Für die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds sind die Partien sportlich bedeutungslos, weil Deutschland als Co-Gastgeber bereits für die Europameisterschaft 2022 gesetzt ist. Zum Abschluss der EM-Qualifikation trifft das deutsche Team am Montag auf Montenegro (20.00 Uhr/Magentasport).

Für zahlreiche Spieler aus der zweiten und dritten Reihe geht es in der sogenannten Corona-Blase in der montenegrinischen Hauptstadt auch darum, sich für einen Kaderplatz bei der letzten Olympia-Chance zu empfehlen. In Split muss Deutschland vom 29. Juni bis 4. Juli ein Turnier mit sechs Mannschaften gewinnen, um noch den Sprung zu den Sommerspielen in Tokio zu schaffen.

Gegen die international zweitklassigen Briten hatte das Team von Rödl bereits auswärts im Februar verloren und wollte eigentlich Revanche nehmen. Doch bereits der Start misslang gründlich. Kurz vor Ende des ersten Viertels lag die deutsche Auswahl mit 15:27 zurück, zudem hatte sich zuvor Andreas Obst verletzt. Gestützt von Betreuern humpelte der Guard von Bundesligist ratiopharm Ulm auf die Bank und kehrte nicht wieder in die Partie zurück.

Auch dank der physischen Präsenz des starken Zirbes, der inzwischen in Dubai aktiv ist, steigerte das deutsche Team sich in der Defensive und kämpfte sich mit aggressiverer Verteidigung zurück in die Partie. Mitte des zweiten Viertels gelang Center Andreas Seiferth beim 39:39 der erste Ausgleich seit der Anfangsphase, nach knapp 25 Minuten übernahm der Favorit die Führung. Das Spiel wurde intensiver - für die Briten ging es um die Qualifikation für die EM 2022, die unter anderem in Berlin und Köln stattfinden wird.

Gut zwei Minuten vor Ende lag die deutsche Mannschaft mit vier Punkten vorne, ermöglichte dem Gegner mit leichten Ballverlusten aber wieder den Anschluss. 12,9 Sekunden gingen die Briten mit 81:79 in Führung, Zirbes glich aus - ein Korbleger von Göttingens Luke Nelson mit der Schlusssirene besiegelte die nächste EM-Quali-Enttäuschung.

© dpa-infocom, dpa:210220-99-524813/3

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