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Sportwelt

Fehlstart nach DEB-Neuanfang: 2:3 gegen Gastgeber Dänemark

Eishockey

Freitag, 4. Mai 2018 - 23:11 Uhr

von Von Kristina Puck, dpa

dpa Herning. Zurück in der Realität. Der Olympiazweite Deutschland hat 68 Tage nach dem Final-Drama von Pyeongchang mit einem stark verjüngten Team einen Fehlstart in die Eishockey-WM hingelegt.

Der Däne Peter Regin (r) kämpft mit Leon Draisaitl (l) um den Puck. Foto: Petr David Josek/AP

Gegen Gastgeber Dänemark unterlag das Team von Bundestrainer Marco Sturm mit nur noch zehn Silbergewinnern mit 2:3 (0:0, 1:2, 1:0) nach Penaltyschießen im Auftaktspiel in Herning. Damit ging gleich ein Schlüsselspiel auf dem angestrebten Weg ins dritte WM-Viertelfinale am Stück verloren. Tore von NHL-Top-Star Leon Draisaitl (33. Minute) und Yasin Ehliz (51.) waren zu wenig. Für die Dänen trafen Jesper Jensen (29.) und Frederik Storm (36.). Den entscheidenden Penalty verwandelte Frans Nielsen.

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Die im Vergleich zu den Winterspielen stark veränderte deutsche Auswahl startete zunächst gut in das intensive Spiel vor 9982 Zuschauern. Sturms Auswahl trotzte der lauten Atmosphäre und dem Enthusiasmus des Gastgebers im ersten WM-Heimspiel Dänemarks überhaupt. Star-Stürmer Draisaitl riss das Spiel direkt an sich.

Immer, wenn der 22 Jahre Angreifer der Edmonton Oilers auf dem Eis stand, wurde es für Dänemark gefährlich. Zunächst war Frederik Andersen von den Toronto Maple Leafs im Tor aber nicht zu überwinden. In der Defensive sorgten vor allem die NHL-Cracks Dennis Seidenberg und Korbinian Holzer für Stabilität.

In Unterzahl geriet Deutschland dann aber in Rückstand. Ingolstadts Timo Pielmeier im Tor wurde im Mittelabschnitt zweimal mit einem Spieler weniger auf dem Eis überwunden. Der bei Olympia überragende Münchner Keeper Danny aus den Birken gehört zu den zwölf Spielern, die für die WM verletzt oder aus privaten Gründen abgesagt hatten. In Christian Ehrhoff, Patrick Reimer und Marcel Goc hatten zudem drei weitere ganz wichtige Führungsspieler der vergangenen Jahre nach Olympia ihren Rücktritt erklärt. Auf Mannheims Torhüter Dennis Endras hatte Sturm freiwillig verzichtet. An Pielmeier lag die Niederlage indes ebenso wenig wie am mangelnden Kampfgeist.

Wie so oft unter Sturm überzeugte auch das neuformierte Team in puncto Willen. In der Schwächephase im zweiten Abschnitt schoss Draisaitl mit seinem insgesamt dritten WM-Tor immerhin den zwischenzeitlichen Ausgleich und legte Ehliz neun Minuten vor dem Ende auch das 2:2 auf. Erst in der Penalty-Lotterie hatten die Dänen dann das glücklichere Ende.

Der Druck für den Olympiazweiten nimmt dadurch schon jetzt zu. Keine 48 Stunden nach dem Auftakt ist der Weltranglisten-Siebte wieder gefordert und muss am Sonntag (16.15 Uhr/Sport1) gegen Norwegen punkten, um im Kampf um die Viertelfinalplätze nicht zu stark ins Hintertreffen zu geraten. „Wir können uns nicht ins Turnier reinfühlen. Ich denke, dass das auf dem Niveau dann oft zu spät ist“, hatte Draisaitl vor einem Fehlstart gewarnt.

Auch bei der Heim-WM vor einem Jahr in Köln hatte Deutschland in der Vorrunde gegen Dänemark verloren (2:3 nach Verlängerung). Mit dem Einzug in die Runde der besten Acht hatte es damals trotzdem geklappt. Das aktuelle Team, das im Laufe des Turniers noch mit einem weiteren NHL-Profi verstärkt würde, ist auf dem Papier aber schwächer als bei den vergangenen beiden WM-Turnieren unter Sturm. Mit nur zehn Silbergewinnern der Winterspiele, dafür aber mit sieben WM-Debütanten im Aufgebot fürs erste Spiel hat Sturm einen Umbruch eingeleitet. „Wir müssen uns wieder hinten anstellen“, sagte der Coach. DEB-Präsident Franz Reindl warnte: „Es wird eine ganz harte WM.“

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