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Sportwelt

Geher-Olympiasieger Hartwig Gauder tot

Leichtathletik

Donnerstag, 23. April 2020 - 13:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Erfurt. Geher-Olympiasieger Hartwig Gauder ist tot. Gauder, der sich vor mehr als zwei Jahrzehnten nach einer Herztransplantation zurück ins Leben gekämpft hatte, starb am 22. April. Das bestätigte seine Ehefrau der Deutschen Presse-Agentur. Gauder wurde 65 Jahre alt.

Hartwig Gauder passiert 1980 bei den Olympischen Spielen von Moskau als Sieger des 50-km-Gehens im Leninstadion die Ziellinie. Foto: picture alliance / dpa

In den 1980er Jahren gewann der in Vaihingen an der Enz geborene und später im thüringischen Ilmenau lebende Gauder alles, was es zu gewinnen gab. Über die 50-Kilometer-Distanz wurde er Welt- und Europameister und krönte seine Laufbahn mit dem Olympiasieg 1980 in Moskau. Acht Jahre später holte er in Seoul noch einmal Olympia-Bronze, 1992 in Barcelona kam er auf Rang sechs.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) erklärte, Thüringen habe mit Gauder einen seiner begabtesten Sportler und einen unermüdlichen Streiter für das Thema Organspende verloren. „Wir trauern um einen großen Menschen. Sein Andenken lebt weiter“, schrieb Ramelow bei Twitter. Der thüringische Sportminister Helmut Holter teilte am Donnerstag mit: „Mit Hartwig Gauder verliert die Thüringer Sportfamilie ein großartiges und auch über seine aktive Laufbahn hinaus sehr aktives und geschätztes Mitglied.“

Nach seiner sportlichen Karriere bekam Gauder infolge einer bakteriellen Infektion am Herzen ein Spenderorgan und überstand sogar zehn Monate mit einem künstlichen Herzen. Im Januar 1997 gelang die Transplantation.

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