Sportwelt

Hartwig: Schwarzer DFB-Chef wäre ein „Statement“

Fußball

Mittwoch, 19. Mai 2021 - 15:07 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. DFB-Botschafter Jimmy Hartwig könnte sich einen Schwarzen als Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes gut vorstellen.

Jimmy Hartwig ist einer der Botschafter für den DFB. Foto: Soeren Stache/dpa

„Ich bin unterwegs bei den Landesverbänden, kenne mich im Fußball und mit den Formalien aus“, erklärte der 66 Jahre alte Ex-Nationalspieler im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Einen dunkelhäutigen Fußballer, einen Jimmy Hartwig, der beim DFB alle Höhen und Tiefen mitgemacht hat und seit acht Jahren gegen Rassismus kämpft, für das Amt des DFB-Präsidenten vorzuschlagen, das wäre mal ein Statement.“

Dies sei zwar „nicht ganz im Ernst“ gemeint, er genieße aber große Anerkennung vor allem als DFB-Botschafter für Fair Play. „Ich habe in den Landesverbänden Menschen, die sagen, Du machst einen geilen Job im Fußballverband und klopfen mir auf die Schulter. Darauf bin ich stolz, das macht mir Mut für die Zukunft“, sagte Hartwig.

Der Rücktritt von Fritz Keller als DFB-Präsident hat ihn emotional berührt. „Ich habe Tränen geweint, als der Mann gehen musste“, sagte er. „Er hat einen Fehler gemacht, darüber braucht man nicht zu diskutieren. So eine Äußerung geht nicht.“ Man müsse die Hintergründe kennen, warum es passiert sei. „Ich bin durch die Hölle in meinem Leben gegangen. Ich weiß, wo die Fallen stehen“, meinte Hartwig, der unter anderen für den 1. FC Köln, den Hamburger SV und 1860 München spielte.

Mit seinem Rücktritt hatte Keller die Konsequenzen aus seiner verbalen Entgleisung im April gezogen, bei der er Vizepräsident Rainer Koch mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen hatte.

© dpa-infocom, dpa:210519-99-661703/2

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