Sportwelt

IOC-Chef Bach zu Olympia: „Werden Opfer bringen müssen“

Sportpolitik

Donnerstag, 11. März 2021 - 04:34 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Lausanne. Der zweite Tag der IOC-Generalversammlung steht im Zeichen von Olympia. Vor allem zu den verlegten Sommerspielen in Tokio sind weiter viele Fragen offen. IOC-Chef Bach verspricht Japan Unterstützung.

Wurde für weitere vier Jahre zum IOC-Präsident gewählt: Thomas Bach. Foto: -/IOC/dpa

In der Frage der Zulassung von ausländischen Zuschauern für die Sommerspiele in Tokio will das IOC alle Entscheidungen der japanischen Gastgeber mittragen.

„Wir stehen Seite an Seite mit unseren japanischen Partnern, ohne jede Einschränkung“, bekräftigte Präsident Thomas Bach auf der Generalversammlung des Internationalen Olympischen Komitees. Zuletzt hatten japanische Medien unter Berufung auf Regierungsquellen berichtet, dass ausländische Fans wegen der Angst vor der Verbreitung des Coronavirus von den Spielen ausgeschlossen werden sollen. „Wir werden Prioritäten setzen und Opfer bringen müssen“, sagte Bach.

Der 67-Jährige beteuerte bei der 137. IOC-Session erneut, dass es keinen Zweifel an der Eröffnung der Tokio-Spiele am 23. Juli gebe. Er sagte aber auch: „Der Kampf gegen das Virus ist ein harter Kampf.“ Das wichtigste Ziel seien „sichere und geschützte“ Spiele. Zu Spekulationen, das IOC habe Japan gebeten, Ausnahmen für ausländische Gäste mit Verbindungen zu Sponsoren zu machen, äußerte sich Bach nicht. Eine Entscheidung wird für Ende März erwartet.

Die Lage rund um die verlegten Sommerspiele in Tokio dürfte am Donnerstag (12.00 Uhr) im Zentrum des zweiten Tags der IOC-Session stehen. Das Japan-Gastspiel war wegen der Corona-Pandemie verschoben worden, noch immer halten sich Zweifel an einer Austragung in diesem Jahr. Das Organisationskomitee und die IOC-Koordinierungskommission werden einen Bericht zum Stand der Vorbereitungen vorlegen.

Organisationschefin Seiko Hashimoto gratulierte Bach zur Wiederwahl als IOC-Präsident. Gemeinsam hoffe man, die Spiele könnten „als Licht am Ende des Tunnels für die Menschen in aller Welt“ dienen. Auch Tokios Gouverneurin Yuriko Koike lobte die Hilfe von Bach. „Als Ausrichter-Stadt sind wir sehr ermutigt und erfreut, dass wir weiter zusammenarbeiten können“, sagte Koike.

© dpa-infocom, dpa:210310-99-769854/2

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