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Sportwelt

Klarer Sieg für deutsche Handballer in der EM-Qualifikation

Handball

Sonntag, 28. Oktober 2018 - 21:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Pristina. Deutschlands Handballer gewinnen das zweite EM-Qualifikationsspiel im Kosovo klar und verdient. Überzeugend ist der Auftritt im letzten Pflichtmatch vor der Heim-WM im Januar aber nicht immer.

Bundestrainer Christian Prokop kann die Heim-Weltmeisterschaft 2019 planen. Foto: Rolf Vennenbernd

Die letzte Pflichtaufgabe ist erledigt, jetzt kann die Heim-WM kommen: Die deutschen Handballer haben ihr EM-Qualifikationsspiel beim krassen Außenseiter Kosovo klar mit 30:14 (15:5) gewonnen und biegen nun auf die Zielgerade zur WM-Eröffnung am 10. Januar in Berlin ein.

Kapitän Uwe Gensheimer und Franz Semper waren vor rund 2.300 Zuschauern in Pristina mit jeweils vier Treffern die besten Werfer der Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop, der sich nach dem zweiten Sieg in der Qualifikation für die EM 2020 über den ersten Platz der Gruppe 1 freuen darf.

Im Fokus des Bundestrainers steht aber schon jetzt die WM. Als sportlicher Gradmesser taugte das letzte Pflichtspiel vor Beginn des Turniers zwar nicht. Dennoch war die Partie für einige Wackelkandidaten die letzte Chance, sich dem Bundestrainer in einem Länderspiel für einen Platz im vorläufigen WM-Kader zu empfehlen. Denn am 10. Dezember wird Prokop sein 28er-Aufgebot für die gemeinsam von Deutschland und Dänemark ausgerichtete WM nominieren. Vor dem Start ins Turnier muss er seinen Kader noch auf 16 Spieler reduzieren. Ihr erstes WM-Testspiel bestreitet die DHB-Auswahl am 12. Dezember in Rostock gegen Polen.

In Form für die WM präsentierte sich der Europameister von 2016 beim ersten Spiel einer DHB-Auswahl im Kosovo allerdings zunächst nicht. Vor allem im Offensivspiel haperte es im ersten Durchgang, was sich in einigen Fehlpässen und Fehlwürfen äußerte. Der Außenseiter war nach drei Minuten sogar mit 1:0 in Führung gegangen. Im Anschluss aber drehte die DHB-Auswahl das Spiel, doch wie sehr sie zunächst im Angriff schwächelte, zeigte sich vor allem zwischen der 13. und 20. Minute, als ihr kein einziger Treffer gelang. Dass der Gastgeber in dieser Phase den Abstand nicht verringerte, lag auch am erneut starken Torhüter Andreas Wolff.

Im Anschluss aber steigerte sich Prokops Mannschaft ein wenig, weil sie nun mit mehr Tempo agierte. Empfehlen konnte sich unter anderem Kreisläufer Jannik Kohlbacher, der kurz nach seiner Hereinnahme bereits drei Treffer auf dem Konto hatte, anschließend aber verletzt vom Feld musste. Auch der nachnominierte Steffen Fäth überzeugte auf der Spielmacher-Position und sammelte mit Blick auf die Kader-Nominierung Pluspunkte. Junge Spieler wie Fabian Böhm oder Franz Semper blieben dagegen eher unauffällig.

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