Sportwelt

Krefeld Pinguine rechnen mit Antrag auf DEL-Lizenz

Eishockey

Dienstag, 17. Dezember 2019 - 16:58 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Krefeld. Trotz der vorerst geplatzten Kapitalerhöhung rechnen die Krefeld Pinguine nicht mehr mit einem Aus in der Deutschen Eishockey Liga.

Die Krefeld Pinguine hoffen, weiter in der DEL auflaufen zu können. Foto: Andreas Gora/dpa

Auch die zuletzt lange fragliche Bewerbung um eine DEL-Lizenz für die kommende Saison sei nach Club-Angaben eher wahrscheinlich. „Ich bin da gerade eigentlich total entspannt“, sagte Geschäftsführer Matthias Roos der Deutschen Presse-Agentur. Laut Medienberichten hat der Meister von 2003 inzwischen eine Etat-Unterdeckung von rund 1,2 Millionen Euro.

Dies liege Roos vor allem daran, dass der frühere Geschäftsführer des Pinguin-Gesellschafters Energy Consulting, Michail Ponomarew, seinen Zahlungspflichten nicht nachgekommen sei. Ponomarew, der auch Präsident des Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen ist, hatte dies stets bestritten. Laut Energy-Consulting-Anwalt Wolfgang Peters besteht keine rechtliche Grundlage für eine Zahlungsverpflichtung.

Peters bezeichnete die Vorgänge bei den Pinguinen als „unseriös“. Der Anwalt hatte am Montag auch der geplanten Kapitalerhöhung um 750.000 Euro nicht zugestimmt. Diese hatte zumindest die Saison des Clubs retten sollen. Roos weigerte sich aber erneut, den Namen des potenziellen Käufers der neuen Club-Anteile zu nennen.

Trotz der Querelen gibt es noch die Chance auf eine einvernehmliche Lösung. Energy Consulting ist laut Peters bereit, ihre Anteile zum Nennwert an einen anderen Gesellschafter zu verkaufen. Dann könnten die übrigen Gesellschafter doch noch die Kapitalerhöhung durchführen. Dies müsste laut Roos aber bis Anfang Januar geschehen. Dann wollen die Pinguine zu einer erneuten Gesellschafterversammlung einladen, auf der Energy Consulting die Anteile entzogen werden sollen. Peters hält dies für juristisch nicht durchsetzbar.


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