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Sportwelt

München vor 3. Meisterschaft - Berlin mit „Rücken zur Wand“

Eishockey

Samstag, 21. April 2018 - 11:11 Uhr

von Von Andreas Zellmer und Jan Schröder, dpa

dpa Berlin. In der Final-Serie gegen München liegen die Berliner mit 1:3 zurück. Der Titelverteidiger kann am Sonntag zur Meisterfeier rüsten. Eisbären-Kapitän Rankel hofft nur noch vage auf die Wende.

Dem EHC Red Bull München fehlt nur noch ein Sieg zur nächsten Meisterschaft. Foto: Paul Zinken

Großer Kampf, klare Niederlage gegen den kaltschnäuzigen Titelverteidiger: Die Sache scheint gelaufen für die Eisbären. Der EHC Red Bull München ist nach dem 4:2 (1:1, 2:1, 1:0) in Berlin nur noch einen Sieg entfernt von seiner dritten deutschen Eishockey-Meisterschaft in Serie.

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Am Sonntag ab 14.30 Uhr soll in der bayerischen Landeshauptstadt gefeiert werden. Trotzdem blieb Don Jackson, der Mann mit dem eisgrauen Vollbart, vor dem fünften Spiel der Best-of-Seven-Serie ganz gelassen und höflich. „Uns steht noch harte Arbeit bevor“, sagte Münchens Trainer vor dem Endspiel am Sonntag. Bis 2013 war der US-Coach mit fünf Titeln Meistermacher in Berlin, jetzt wiederholt er die Erfolgsgeschichte in München.

Sein Nachfolger Uwe Krupp, der mit den Eisbären wohl weiter auf den ersten Titel in der Hauptstadt warten muss, war sehr blass um die Nase. „Wir haben einen super Job gemacht. Es hat noch niemand mit drei Siegen eine Best-of-Seven-Serie gewonnen“, sagte er. Das hörte sich aus dem Mund des ehemaligen Bundestrainers wie eine Durchhalteparole an, obwohl der Stadionsprecher die 14 200 Zuschauer in der erneut ausverkauften Mercedes-Benz-Arena unbeirrt zum Wiederkommen am kommenden Dienstag zum möglichen sechsten Finalspiel einlud.

Allerdings ist dazu ein Berliner Sieg in München wie zum Auftakt der Serie nötig. Der wäre zum jetzigen Zeitpunkt wegen der Abgeklärtheit des Titelverteidigers um seine fast gleichwertig gefährlichen vier Angriffsreihen noch sensationeller als vor einer Woche.

Zweimal konnten die Berliner, die durch harten Rock der Mitglieder der einstigen DDR-Kultbands „Silly“ und „Puhdys“ eingestimmt worden waren, eine 5:3-Überzahl auf dem Eis nicht in Tore ummünzen. Bei einer 2:1-Führung im zweiten Drittel hätte ein weiterer Treffer die Wende und den Ausgleich in der Serie einleiten können.

Berlins Ex-Nationalspieler André Rankel haderte nach der Partie. „Es war frustrierend, dieses Spiel zu verlieren“, sagt er. „Wir haben über weite Strecken sehr gut gespielt und es bloß nicht geschafft, zu den wichtigen Zeitpunkten die Tore zu schießen. Wir hätten in Überzahl vielleicht das eine oder andere Tor machen können, da hatten wir genug Chancen“, sagte der Routinier, der weiß, wie schwierig die Mission Titel jetzt ist: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand.“

Zweimal waren die Gastgeber, die lange auf Augenhöhe agierten und die letzten 1:28 Minuten ohne Keeper noch einmal alles versuchten, durch Jamie MacQueen und Sean Backman in Führung gegangen. Doch das reichte nicht, um die dritte Niederlage in Folge zu verhindern, weil die Gäste ihre Chancen erneut effizienter nutzten. 

Maximilian Kastner, Jonathan Matsumoto, Yannic Seidenberg und Dominik Kahun schossen die Tore für München, das in Silbermedaillengewinner Danny aus den Birken im Tor wieder einen ihrer Besten hatte.

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