Sportwelt

OLG Frankfurt: DFB-Regeln für Spielerberater teils unwirksam

Fußball

Dienstag, 30. November 2021 - 13:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/M.. Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main hat Teile des DFB-Reglements für Spielervermittler im Fußball für unwirksam erklärt.

Vor Gericht ging es unter anderem um die Pflicht, sich als Spielerberater beim DFB registrieren zu lassen. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

Diese Entscheidung in einem jahrelangen Rechtsstreit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und der Spielerberater-Agentur Rogon von Roger Wittmann traf der Kartellsenat des OLG.

Gerechtfertigt seien auf Grundlage der sogenannten Meca-Medina-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) folgende Punkte des DFB-Reglements: die Registrierungspflicht, die Verpflichtung der Bekanntgabe von Vergütungen und Zahlungen und das Verbot einer Honorarzahlung bei der Vermittlung von Minderjährigen (AZ 11 U 172/19).

„Dagegen können die Verpflichtung der Spielervermittler, sich allen Regelungen der FIFA und des DFB zu unterwerfen und das Verbot der prozentualen Beteiligung des Spielervermittlers an einem Weitertransfer bei bestimmten Vertragskonstellationen aus kartellrechtlicher Sicht nicht gebilligt werden“, hieß es in der OLG-Mitteilung.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Der Senat hat wegen grundsätzlicher Bedeutung die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen. Kläger Wittmann, Geschäftsführer der in Frankenthal ansässigen Firma Rogon, berät unter anderen Stars wie Julian Draxler, Roberto Firmino, Marcel Sabitzer und Thilo Kehrer. Er beruft sich auf den Grundsatz des freien Wettbewerbs und darauf, dass ihre Branche rein wirtschaftlichen Tätigkeiten nachgehe.

© dpa-infocom, dpa:211130-99-199928/2

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