Olympia-Planer legen Sparmaßnahmen für Tokio-Spiele vor

dpa Tokio. Mit vorerst rund 50 Maßnahmen wollen die Olympia-Planer von Tokio die Kosten für die verlegten Sommerspiele reduzieren.

Olympia-Planer legen Sparmaßnahmen für Tokio-Spiele vor

IOC-Vizepräsident John Coates. Foto: Du Xiaoyi/XinHua/dpa

„Wir werden hier nicht haltmachen, sondern weiter jeden Stein umdrehen“, sagte IOC-Vizepräsident John Coates nach zweitägigen Beratungen der Koordinierungskommission für die Spiele in Japan. „Wir werden ein wichtiges Erbe hinterlassen. Das Tokio-Modell wird eine Blaupause für künftige Olympische Spiele sein.“

So soll die Zahl der Olympia-Beteiligten um zehn bis 15 Prozent verringert werden, das gilt aber nicht für die Athleten. Transportmaßnahmen sollen verschlankt werden, der Aufwand für Werbung und zeremoniellen Pomp werde ebenfalls gekürzt, sagte Toshiro Mori, der Präsident des Organisationskomitees. Die konkrete Höhe der Einsparungen sei aber noch unklar, weil die Details noch ausgearbeitet werden müssten.

Kritik am Umfang der beschlossenen Maßnahmen wies das Internationale Olympische Komitee zurück. „Manchmal sehen die Maßnahmen klein aus, aber bewirken erhebliche Einsparungen“, sagte IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi. „Wir schauen von Arena zu Arena, Sport für Sport, drehen jeden Stein um. Die Anstrengungen sind schon enorm, und sie gehen weiter“, fügte Dubi hinzu.

Wegen der Corona-Pandemie waren die Sommerspiele und die Paralympics um ein Jahr auf 2021 verschoben worden. Eine Taskforce entwickelt derzeit verschiedene Szenarien für eine mögliche Veranstaltung der Sommerspiele unter Corona-Bedingungen. Ergebnisse sollen bis Jahresende vorliegen.

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