Sportwelt

Olympia-Traum lebt weiter: Zittersieg für DBB-Team

Basketball

Dienstag, 29. Juni 2021 - 18:53 Uhr

von Von Lars Reinefeld, dpa

dpa Split. Die deutschen Basketballer sind erfolgreich in das olympische Qualifikationsturnier in Split gestartet. Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl gewann sein Auftaktspiel gegen Mexiko mit 82:76 (40:42) und machte damit einen großen Schritt in Richtung Halbfinale.

Deutschlands Isaac Bonga (vorn) zieht gegen Mexikos Jorge Camacho (verdeckt/ Nr. 15) und Marco Ramos (r) zum Korb. Foto: Tilo Wiedensohler/dpa

Allerdings musste Deutschland ohne den fehlenden NBA-Star Dennis Schröder lange zittern und drehte erst im letzten Viertel die Partie. Schröder, der aus Versicherungsgründen nicht dabei ist, unterstützte das Team immerhin von der Tribüne aus. Bester deutscher Werfer war Joshiko Saibou mit 17 Punkten. Am Donnerstag (16.30 Uhr/Magentasport) geht es für die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes mit der Partie gegen Russland weiter.

Der Erste und Zweite der beiden Dreiergruppen qualifizieren sich für das Halbfinale am Samstag. Nur der Sieger des Turniers mit insgesamt sechs Mannschaften sichert sich das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio. Letztmals waren die deutschen Basketballer 2008 in Peking mit Superstar Dirk Nowitzki bei Olympia dabei.

Übernervöser Start

Nach der turbulenten Vorbereitung mit der umstrittenen Nominierung von Saibou und der Last-Minute-Absage von Schröder startete die deutsche Mannschaft in der nahezu leeren Spaladium Arena übernervös. Dem Team war deutlich anzumerken, dass es in dieser Konstellation noch nicht zusammengespielt hatte, weil zuvor die Generalprobe gegen Senegal wegen positiver Corona-Fälle bei den Afrikanern ausgefallen war.

Und das war dem Rhythmus des deutschen Spiels deutlich anzumerken. Rödl setzte zunächst auf Lo, Andreas Obst, Isaac Bonga, Danilo Barthel und Johannes Voigtmann. Doch der bestimmende Spieler des ersten Viertels war Francisco Cruz. Den 31 Jahre alten Guard bekam die deutsche Defensive nicht in den Griff, auch wegen seiner elf Punkte lag der Außenseiter nach dem ersten Viertel mit 22:19 vorne.

Viele Abstimmungsfehler

Auch im zweiten Abschnitt gab es auf deutscher Seite weiter viele Abstimmungsfehler. Zwar schaffte Saibou, der sich kurz vor der Begegnung in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur von Verschwörungstheorien distanziert hatte, dessen Nominierung aber dennoch umstritten blieb, zu Beginn der zweiten zehn Minuten den Ausgleich. Aber der DBB-Auswahl gelang es nicht, in Führung zu gehen und den Elan der Mexikaner zu stoppen. Vor allem, weil die Würfe aus der Distanz nicht fallen wollten. Nur drei von 17 Würfen fanden vor der Pause ihren Weg in den Korb. So lag Deutschland zur Halbzeit mit zwei Punkten hinten. Rödl lief danach nachdenklich über das Parkett.

Doch auch nach dem Seitenwechsel enttäuschte das deutsche Team zunächst weiter. Mexiko setzte sich auf acht Punkte ab (51:43), das Momentum wollte einfach nicht auf die Seite des deutschen Teams fallen. Aber auch wenn spielerisch nur wenig zusammenlief, zeigte die deutsche Mannschaft aber Moral. Mit drei verwandelten Freiwürfen brachte Saibou Deutschland in Front (69:68), bei den Mexikaner ließ nun die Kraft nach. So reichte es doch noch zum so wichtigen Auftaktsieg.

© dpa-infocom, dpa:210629-99-193850/2

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