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Sportwelt

„Operation Aderlass“: Buchmann traurig - Coach Lorang sauer

Radsport

Mittwoch, 5. Februar 2020 - 04:36 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Radprofi Emanuel Buchmann und sein Coach Dan Lorang haben mit großem Unverständnis auf die neusten Doping-Enthüllungen im Radsport reagiert.

Verpasste bei der Tour de France 2019 nur knapp das Podium: Emanuel Buchmann. Foto: Bernd Thissen/dpa

„Ich finde extrem traurig, was im Zuge der Operation Aderlass ans Tageslicht kommt und dass immer noch Radsportler darunter sind“, sagte Buchmann der Deutschen Presse-Agentur.

Trainer Lorang ging vor allem mit dem geständigen Ex-Radprofi Stefan Denifl (32) hart ins Gericht. „Ich bin sauer. Er behauptet, dass Topleistungen ohne Doping nicht möglich sind. Das stimmt nicht und ist respektlos gegenüber anderen Athleten, die viel investieren und lange von zu Hause weg sind, um ihre Ziele zu erreichen“, sagte Lorang der Zeitung „tz“. Er ist unter anderem Trainer beim Buchmann-Team Bora-hansgrohe sowie von Ironman-Sieger Jan Frodeno.

Buchmann sagte weiter: „Nach dem letzten Jahr bin ich mir sicher, dass man die Tour de France sauber gewinnen kann.“ Der letztjährige Tour-Gesamtvierte erklärte: „Ich war so knapp dran gewesen und bin noch nicht am Ende meiner Entwicklung. Das, was gefehlt hat, kann man sicher auch sauber schaffen.“

Die bei der „Operation Aderlass“ erwischten Radsportler Denifl und Georg Preidler haben Blutdoping zugegeben. Während der Nordischen Ski-WM in Innsbruck und Seefeld hatten österreichische und deutsche Behörden Ende Februar 2019 Razzien durchgeführt, unter anderen auch bei einem deutschen Sportarzt in Erfurt.

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