Sportwelt

Reit-Verband will Trainingsmethode des Touchierens verbieten

Pferdesport

Donnerstag, 3. März 2022 - 10:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Warendorf. Die Reiterliche Vereinigung will die umstrittene Trainingsmethode des Touchierens von Pferden am Sprung verbieten. Das entschied das Präsidium der FN und folgt damit der einstimmigen Empfehlung der Kommission Ausbildungsmethoden.

Das Pferd eines Springreiters ist hinter einem Hindernis zu sehen. Foto: Friso Gentsch/dpa

„Das FN-Präsidium wird nun im FN-Beirat Sport den Antrag stellen, ein Verbot des Touchierens am Sprung auch im Training in das Turniersport-Regelwerk Leistungsprüfungsordnung (LPO) aufzunehmen“, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die Praxis des sogenannten Touchierens ist umstritten. In den FN-Richtlinien heißt es bislang, dass es sich beim Touchieren „um ein fachgerechtes Sensibilisieren des Pferdes durch gezieltes Berühren der Pferdebeine im Sprungablauf“ handelt. Die Stangen müssen ein glattes Rundholz - nicht mehr als drei Meter lang und nicht schwerer als zwei Kilo - sein. Das Touchieren dürfe nur durch erfahrene Pferdefachleute angewendet werden.

Vor einigen Wochen hatte ein Beitrag in der Sendung „RTL Extra“ für Wirbel gesorgt. Darin war dem viermaligen Olympiasieger Ludger Beerbaum vorgeworfen worden, die verbotene Trainingsmethode des Barrens bei seinen Springpferden angewandt zu haben. Beerbaum hatte sich vehement gegen die Anschuldigungen gewehrt und betont, dass es sich um erlaubtes Touchieren handeln würde.

Es sei nicht Aufgabe der Kommission die im RTL-Beitrag gezeigten Bilder juristisch zu bewerten und Ordnungsmaßnahmen auszusprechen, hieß es in der Mitteilung, dafür sei die FN-Disziplinarkommission zuständig. Man prüfe weiter, ob sich aus den Bildern der Vorwurf einer Verletzung der Leistungsprüfungsordnung ergebe und werde sich zu den laufenden Ermittlungen nicht äußern.

© dpa-infocom, dpa:220303-99-365001/2

Ihr Kommentar zum Thema

Reit-Verband will Trainingsmethode des Touchierens verbieten

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha