Rennstall-Boss Binotto stellt nun jeden auf den Prüfstand

dpa Budapest. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto sagte nach dem erneut enttäuschenden Auftritt der Scuderia beim Großen Preis von Ungarn: „Jeder wird seine Arbeit analysieren und den Mut haben müssen, den Kurs zu wechseln, wenn das notwendig ist, denn die aktuelle Dynamik ist nicht akzeptabel.“

Rennstall-Boss Binotto stellt nun jeden auf den Prüfstand

„Jeder wird seine Arbeit analysieren und den Mut haben müssen, den Kurs zu wechseln, wenn das notwendig ist, denn die aktuelle Dynamik ist nicht akzeptabel“, sagt Binotto. Foto: Fabian Sommer/dpa Fabian Sommer/dpa

Was genau er damit meinte, führte der 50-Jährige nicht aus. Binotto fügte stattdessen unmissverständlich hinzu: „Es gibt keine andere Lösung, um diese Situation in den Griff zu kriegen.“

Mit dem sechsten Platz von Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel und dem elften Rang außerhalb der Punkte von Charles Leclerc blieb die Scuderia auch im dritten Rennen der Corona-Notsaison weiter hinter den Erwartungen und eigenen Ansprüchen zurück. Von einem Herausforderer von Titelverteidiger und Ungarn-Sieger Lewis Hamilton sowie dessen Mercedes-Team ist der traditionsreiche Rennstall aus Maranello meilenweit entfernt.

Binotto sprach von einem „extrem enttäuschenden Sonntag und einem Ergebnis, das schwer zu schlucken ist“. Vor allem die Überrundungen durch Hamilton taten „uns und den Fans sehr wehr“, konstatierte Binotto. Er ist als Teamchef allerdings auch maßgeblich mitverantwortlich für das bisher - gemessen an den Zielen - miserable Abschneiden von Ferrari in diesem Jahr. Das nächste Rennen findet in knapp zwei Wochen in Silverstone statt. Bis dahin will sich Ferrari auf die Problem- und Fehlersuche begeben.

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