Sportwelt

Revanche für Pokalpleite: THW Kiel gewinnt elften Supercup

Handball

Samstag, 4. September 2021 - 20:54 Uhr

von Von Carsten Lappe, dpa

dpa Düsseldorf. Der THW Kiel hat die angekündigte Titeljagd mit dem Gewinn des Handball-Supercups begonnen. Vier Tage vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison gewann der deutsche Meister zum elften Mal das Duell mit dem Pokalsieger.

Kiels Niclas Ekberg jubelt nach einem Treffer. Foto: Marius Becker/dpa

Beim 30:29 (17:14) gegen den TBV Lemgo Lippe ließ der Rekordmeister dem Außenseiter in Düsseldorf keine Chance und nahm damit auch erfolgreich Revanche für die überraschende Pleite im Pokal-Halbfinale. Bester Werfer beim THW war Niclas Ekberg mit fünf Toren. Für Lemgo war Gedeon Guardiola mit sieben Treffern am erfolgreichsten. 

Etwas enttäuschend verlief die Rückkehr der Zuschauer. Bis zu 8000 Fans hätten in die Halle gedurft, am Ende waren indes nur 3007 da. Lemgos Trainer Florian Kehrmann hatte vor dem Spiel noch geunkt, „den Zuschauern etwas Zeit zu geben, sich wieder an die Situation zu gewöhnen. Wir können nicht davon ausgehen, dass alle wieder sofort in die Halle strömen.“ So war es denn auch in Düsseldorf, wo die anwesenden Fans indes für einen stimmungsvollen Rahmen bei der Saison-Ouvertüre sorgten. 

Im Halbfinale des DHB-Pokals hatte Lemgo den großen Favoriten nach einem Sieben-Tore-Rückstand zur Pause noch niedergerungen. Dies funktionierte diesmal nicht. Zu souverän agierte der Favorit, der ohne einen Neuzugang in die neue Saison startet. Dafür hat Jicha, der seine Spielerkarriere einst in Lemgo begonnen und dort auch mit Kehrmann zusammen gespielt hatte, Rückkehrer Nikola Bylik wieder dabei. Der Österreicher war in der Vorsaison wegen eines Kreuzbandrisses ausgefallen, stand gegen Ende der ersten Halbzeit erstmals für Kiel auf dem Feld, bekam wieder einige Minuten Einsatzzeit und erzielte in der Endphase auch den umjubelten und wichtige Treffer zum vorentscheidenden 30:26. 

„Wir wollen, dass in allen Wettbewerben der Titel über uns geht“, hatte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi vor dem Spiel verkündet. Entsprechend dominant gingen die Kieler ins Spiel. Nach gut zehn Minuten hatte sich der Favorit erstmals eine Drei-Tore-Führung herausgespielt. Während beim TBV im Angriff vieles nach harter Arbeit aussah, kamen die Norddeutschen immer wieder viel zu einfach zum Abschluss. Insbesondere die Anspiele an Kreisläufer Hendrik Pekeler funktionierten bestens, einzig die Erfolgsquote des Nationalspielers ließ noch zu wünschen übrig.

Diesen Vorsprung hielt Kiel souverän bis zum Ende, ohne anscheinend ans Limit gehen zu müssen. Wann immer Lemgo noch einmal hätte ran kommen können, war das Spiel des TBV zu fehlerbehaftet. 

 

© dpa-infocom, dpa:210904-99-95065/3

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