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Sportwelt

Russland droht Ausschluss: Weltverband setzt Frist

Leichtathletik

Donnerstag, 30. Juli 2020 - 18:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Monte Carlo. Der Leichtathletik-Weltverband will den russischen Verband RusAF ausschließen, wenn das Land nicht bis zum 15. August die verhängte Geldstrafe von 6,31 Millionen Dollar bezahlt hat.

Von Hochsprung-Hallen-Weltmeister Danil Lysenko sollten verpasste Dopingproben vertuscht werden. Foto: Sven Hoppe/dpa

Dies teilte World Athletics nach einer Videokonferenz des Councils mit. Russland hatte eine Frist zur Zahlung der hohen Geldbuße bis zum 1. Juli verstreichen lassen.

Rune Andersen, Leiter der unabhängigen Russland-Task-Force, äußerte sich enttäuscht, dass man in den vergangenen fünf Jahren „sehr wenig in Bezug auf die Veränderung der Kultur der russischen Leichtathletik“ gesehen habe. Die Taskforce habe „enorm viel Zeit und Mühe aufgewendet, um die Reform der RusAF selbst und der russischen Leichtathletik zum Nutzen aller sauberen russischen Athleten zu unterstützen“. Aber die Reaktion der RusAF sei unzureichend gewesen.

Im November 2015 war RusAF wegen flächendeckenden Dopings in der Leichtathletik Russlands erstmals suspendiert worden. Seitdem ist die Sperre mehr als ein Dutzend Mal verlängert worden.

Nachdem Russland die erste Rate einer Geldstrafe über 10 Millionen Dollar nicht fristgerecht bezahlt hatte, war über einen Ausschluss spekuliert worden. Die hohe Buße war im Zuge der Affäre um den Hochsprung-Hallen-Weltmeister Danil Lysenko verhängt worden. Funktionäre von RusAF hatten Dokumente gefälscht, um verpasste Dopingtests von Lysenko zu vertuschen.

© dpa-infocom, dpa:200730-99-985389/3

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