Sportwelt

Sportverbände rufen nur Teil der Förderung ab

Sportpolitik

Dienstag, 6. November 2018 - 13:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Kurz vor der Vergabe der Fördermittel des Bundes für den deutschen Spitzensport im Jahr 2019 ziehen sich die Verbände den Unmut von Sportpolitikerin Dagmar Freitag (SPD) zu.

SPD-Politikerin Dagmar Freitag kritisiert die Sportverbände. Foto: Bernd Thissen

„Es wirft mehr als ein Fragezeichen auf, wenn wir jetzt hören, dass gut 30 Prozent der bewilligten Mittel nicht abgerufen werden können, weil gar keine Anträge von den Fachverbänden dafür vorhanden sind“, sagte die Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Nach dpa-Informationen sind für ungefähr ein Drittel der im Juni bewilligten Fördermittel von 23,2 Millionen Euro für 2018 bislang keine Anträge gestellt worden. Zuerst hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet.

Freitag sagte, der DOSB habe seine Forderung nach zusätzlichen weiteren Mitteln für 2018 „mit unverzichtbaren neuen Maßnahmen begründet“. Und weiter: „Dass jetzt nicht einmal Anträge fertig in den Schubladen liegen, um das Geld abzurufen, macht sicher nicht nur mich stutzig, auch mit Blick auf die für 2019 erneut geforderten hohen Aufwüchse.“

Am Donnerstag findet die Bereinigungssitzung der Haushaltspolitiker im Bundestag statt, in der entschieden wird, wie hoch die Spitzensportförderung für das kommende Jahr ausfällt. Der DOSB erwartet insgesamt rund 260 Millionen Euro, das wäre eine Steigerung um rund 60 Millionen Euro.


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