Sportwelt

Verein: Nationale Strategie gegen Missbrauch nötig

Sportpolitik

Mittwoch, 5. Mai 2021 - 16:37 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Der Verein Athleten Deutschland hat eine umfassende, bundesweit gültige Konzeption gegen Gewalt und Missbrauch im Sport sowie schnelles Handeln gefordert.

Maximilian Klein vom Verein Athleten Deutschland. Foto: Privat/Maximilian Klein/dpa

„Es gibt eine nationale Strategie für Sportgroßveranstaltungen. Warum gibt es keine nationale Strategie gegen Gewalt und Missbrauch?“, fragte Athletenvertreter Maximilian Klein bei einer öffentlichen Anhörung des Bundestag-Sportausschusses zum Thema „Physische, psychische oder sexualisierte Gewalt gegen Sportlerinnen und Sportler“ am Mittwoch.

„Was wir hier alles hören, sind zerfaserte, kleinschrittige Dinge, die dieses ganze Themenfeld nicht strategisch angehen“, betonte er. Was in dieser Debatte fehle, sei eine systematische Auseinandersetzung und ein Dialogprozess zwischen den relevanten Organisationen im und außerhalb des Sports.

Ein von Athleten Deutschland vorgeschlagenes unabhängiges Zentrum sei ein wichtiger Baustein. Zugleich müssten aber auch regionale Beratungsstellen und die Sportorganisationen gestärkt werden - strukturell wie finanziell: „Wir haben akuten Handlungsbedarf und müssen schauen, was wir als Gesellschaft bereit sind zu investieren. Und wie kommen wir dahin.“

Viele Athletinnen und Athleten hatten zuletzt von Fällen berichtet, in denen sie schikaniert, gequält, bedrängt, im schlimmsten Fall sexuell missbraucht worden seien. Von Trainerinnen oder Trainern. In einem Umfeld, in dem sie sich geschützt fühlen wollen und sich geschützt fühlen müssten. Fälle aus dem Boxen, Nachwuchsfußball, Fechten, Turnen oder Judo wurden bekannt.

© dpa-infocom, dpa:210505-99-479929/2

Ihr Kommentar zum Thema

Verein: Nationale Strategie gegen Missbrauch nötig

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha