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Sportwelt

WADA: Exekutivkomitee diskutiert über Russlands RUSADA

Leichtathletik

Montag, 23. September 2019 - 09:37 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Tokio. Das Exekutivkomitee der Welt-Anti-Doping-Agentur wird am heutigen Montag in Tokio über den Verdacht gegen Russland, Doping-Dateien aus dem Moskauer Analyselabor, manipuliert zu haben, beraten.

Der Sitz der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA in Moskau. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP

„Das Exekutivkomitee wird über die RUSADA diskutieren“, bestätigte WADA-Mediendirektor James Fitzgerald auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Nach der Sitzung werde die WADA eine Mitteilung über das Ergebnis der Beratung herausgeben.

Wenn sich der Fälschungsvorwurf erhärten sollte, droht der RUSADA eine erneute Suspendierung. Nach einer dreijährigen Sperre hatte die WADA den Bann am 20. September 2018 aufgehoben - mit der Auflage, dass Russland die Doping-Daten und -Proben aus den Jahren 2012 bis 2015 an die WADA übergibt. Dies ist nach einigem zögern geschehen. Die Daten können Auskunft über die wahre Dimension des Doping-Skandals in Russland geben.

Außerdem liefern sie Belege über Athleten, deren Dopingtests vertuscht worden sind, und die nun nachträglich zur Rechenschaft gezogen werden können. Die WADA hat Beweise über rund 300 Sportler herausgefiltert, die gedopt haben sollen. Einige von ihnen sind bereits nachträglich bestraft worden.

Auch das Council des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF berät am heutigen Montag in Doha/Katar über die seit November 2015 bestehende Suspendierung des russischen Verbandes. Dass die Sperre vier Tage vor Beginn der Weltmeisterschaften in Doha aufgehoben wird, ist zu bezweifeln und auch abhängig von der WADA.

Bei der WM dürfen auf jeden Fall aber 29 Leichtathleten aus Russland unter neutraler Fahne an den Start gehen. Diese Regelung gilt seit den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro auch für andere internationalen Wettkämpfe wie WM und EM.

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