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Sportwelt

Zverev kritisiert Pläne zur Austragung der US Open

Tennis

Sonntag, 2. August 2020 - 05:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Biot/Frankreich. Tennisprofi Alexander Zverev hat die Pläne zur Austragung der US Open kritisiert, eine eigene Absage aber vorerst ausgeschlossen.

„Ich würde es lieber haben, wenn die US Open nicht stattfinden würden und wir in Europa anfangen“, sagt Alexander Zverev. Foto: Scott Barbour/AAP/dpa

„Es ist ein bisschen verrückt, jetzt die US Open zu spielen“, sagte der Weltranglisten-Siebte aus Hamburg bei einem Show-Turnier in Südfrankreich. „Ich würde es lieber haben, wenn die US Open nicht stattfinden würden und wir in Europa anfangen.“

Es sei angesichts der Corona-Pandemie „nicht die richtige Zeit, jetzt nach Amerika zu fliegen“, sagte der 23-Jährige. Er fügte aber auch hinzu: „Wenn die US Open stattfinden, was sollen wir Spieler machen? Gerade wenn alle spielen, es geht ja auch um Ranglistenpunkte.“ Über eine Absage für das Grand-Slam-Turnier, das am 31. August in New York beginnen soll, habe er „momentan noch nicht nachgedacht“, sagte er.

Wenn sich alle Spieler an die Hygienevorgaben hielten und sich „wie in der NBA in der bubble“ bewegten, „könnte es schon funktionieren“, sagte Zverev. Er verwies aber auch auf die teilweise noch geltenden Reisebeschränkungen und die Vielzahl an Spielern, die aus der ganzen Welt nach New York fliegen müssten. Zudem forderte er eine Modifizierung der vorgesehenen Regelungen, wonach beispielsweise nur eine Begleitperson pro Profi mit auf die Anlage darf.

Für Deutschlands Nummer 1 war das Match gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime am Samstagabend der erste Auftritt seit der Adria-Tour. Dort war er Ende Juni wegen seines Verhaltens in der Corona-Krise in die Kritik geraten. Fragen dazu und zu seiner Absage für das Einladungsturnier in Berlin beantwortete Zverev nicht.

Zuletzt hatte der amerikanische Tennisverband USTA seine Pläne bekräftigt, die US Open ohne Zuschauer auszutragen. Zuvor soll in Flushing Meadows das von Cincinnati nach New York verlegte Frauen- und Männerturnier ausgetragen werden. Wegen der nach wie vor hohen Covid-19-Zahlen in den USA haben allerdings viele Profis Vorbehalte.

© dpa-infocom, dpa:200802-99-11045/2

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