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Boulevard

CSD-Parade fast wie vor Corona im Wendland

Demonstrationen

Sonntag, 26. Juli 2020 - 12:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Waddeweitz. Es müssen nicht immer die Massen sein: Riund 200 Menschen waren bei einer CSD-Demo im Wendland dabei.

Teilnehmer der Parade Christopher Street Day (CSD) vor einem Trecker im Wendland. Foto: Philipp Schulze/dpa

Nach Absagen oder neuen Formaten für Christopher Street Days (CSD) ist im Wendland eine Parade fast wie vor der Corona-Pandemie gestartet. Nach Angaben der Polizei reihten sich am Samstag rund 200 Menschen - und damit nur etwas weniger als in den Vorjahren - in den bunten Zug von Waddeweitz über mehrere Dörfer.

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg hatte das unter Einhaltung der Abstandsregeln und dem Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken genehmigt. Ordner der Veranstalter kümmerten sich um die Einhaltung.

Die im Vergleich zu den traditionell riesigen CSD-Paraden in Köln oder Berlin kleine Teilnehmerzahl und mehr Platz auf weiter Fläche spielten den Organisatoren in die Karten. Aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen wurden laut CSD Deutschland die übrigen Paraden bisher abgesagt, verschoben oder in kleineren beziehungsweise neuen Formaten wie Online-Streams und Auto-Demos durchgeführt.

„Man könnte sagen, dass in diesem Jahr die kleinen in den Fokus rücken. Die, die man sonst nicht wahrnimmt“, sagte Vorstand Falko Jentsch. Er freue sich, dass so die Vielfalt der rund 90 CSDs in Deutschland abgebildet werde.

Mit den Christopher Street Days wird an Ereignisse Ende Juni 1969 in New York erinnert: Polizisten stürmten damals in Manhattan die Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.

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Christopher Street Day in der Corona-Zeit. Foto: Philipp Schulze/dpa

Die Parade zum Christopher Street Day (CSD) zog unter dem Motto „Aufstehen gegen Hass und Diskriminierung!“ durch das Wendland. Foto: Philipp Schulze/dpa

Zwei Teilnehmer der Parade zum Christopher Street Day (CSD) beschießen sich mit Seifenblasen. Foto: Philipp Schulze/dpa

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