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Deutscher Fernsehpreis wird vergeben

Medien

Donnerstag, 31. Januar 2019 - 20:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Die Fernsehbranche guckt nach Düsseldorf - am Abend werden dort die Fernsehpreise vergeben. Zu den großen Abräumern könnten abermals starke Serien gehören. Und einer, der seit Jahrzehnten dabei ist, bekommt einen Ehrenpreis.

Schauspielerin Paula Beer „Bad Banks“ kommt zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreis 2019. Foto: Henning Kaiser

Daniel Hartwich (40), Luke Mockridge (29) oder Kai Pflaume (51)? „Gladbeck“, „Ku'damm 59“ oder „Der Staatsfeind“? Und vor allem: „Bad Banks“ oder „Das Boot“?

Heute entscheidet sich, welche TV-Macher, Schauspieler, Journalisten, Filme und Serien sich künftig als Gewinner des Deutschen Fernsehpreises betiteln dürfen. Bei der Verleihung in Düsseldorf gehen Protagonisten und Produktionen in 23 Kategorien gegeneinander ins Rennen. Was schon bekannt ist: Den Preis für sein Lebenswerk bekommt in diesem Jahr mit Jürgen von der Lippe (70) ein alter Fahrensmann des TV-Geschäfts.

Die großen Abräumer könnten erneut dicht erzählte, kunstvoll arrangierte Serien werden - „Das Boot“ und „Bad Banks“. Der U-Boot-Stoff „Das Boot“ (Sky) mit Tom Wlaschiha und Vicky Krieps wurde gleich in neun Kategorien nominiert, „Bad Banks“ (ZDF/Arte) mit Paula Beer und Désirée Nosbusch bringt es auf sechs Nominierungen. Als „Beste Fernsehfilme“ gehen „Aufbruch in die Freiheit“ (ZDF), „Rufmord“ (ZDF) und „Unser Kind“ (ARD) ins Rennen um die Auszeichnung. In der Kategorie „Bester Mehrteiler“ hoffen „Gladbeck“ (ARD), „Ku'damm 59“ (ZDF) und „Der Staatsfeind“ (Sat.1) auf einen Preis.

Bei den Kategorien für nicht-fiktionale Formate wie Dokus oder Shows konkurrieren „Wer weiß denn sowas? XXL“ (ARD), „Let's Dance“ (RTL) und „Ninja Warrior Germany - Die stärkste Show Deutschlands“ (RTL) in der Sparte „Beste Unterhaltung Primetime“ um den Zuschlag der Jury. Bei „Let's Dance“ (RTL) und „Wer weiß denn sowas? XXL“ (ARD) sind mit Daniel Hartwich und dem Team Kai Pflaume, Bernhard Hoëcker und Elton auch die Moderatoren nominiert. Die dritte Nominierung ging hier an Luke Mockridge.

Ehrenpreisträger Jürgen von der Lippe richtete vor der Verleihung mahnende Worte an seine Branche. „Es ist immer weniger Geld fürs Programm da, dafür gibt es immer mehr Menschen, die mitreden wollen, dabei aber hauptsächlich Bedenken tragen“, sagte er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Die Dokumentation „Kulenkampffs Schuhe“ (ARD/SWR/HR) ist als beste Dokumentation mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden. Sie wurde bei der diesjährigen Fernsehpreis-Gala in Düsseldorf geehrt. In der Doku wirft die TV-Autorin Regina Schilling als Kind eines Kriegsheimkehrers einen subjektiven Blick auf Deutschlands große Entertainer wie Hans-Joachim Kulenkampff, Peter Frankenfeld und Hans Rosenthal - und entwickelt die These, dass die TV-Stars Therapeuten einer traumatisierten Generation waren.

Die Auszeichnung wird seit 1999 von den großen TV-Anbietern vergeben. In der Jury sitzt in diesem Jahr unter anderem Schauspielerin Maria Furtwängler (52). Die Gala, moderiert von Barbara Schöneberger und Steffen Hallaschka, wird im Stream auf wdr.de zu sehen sein. Der ARD-Sender One zeigt ab 22.30 Uhr eine Aufzeichnung.

Die Schauspieler Rick Okon (l-r), Franz Dinda, Vicky Krieps, Tom Wlaschiha und August Wittgenstein beim Deutschen Fernsehpreis in Düsseldorf. Foto: Henning Kaiser

Thomas Kufus, Regina Schilling und Simone Reuter freuen sich nach Verleihung des Deutschen Fernsehpreis 2019 über die Auszeichnung in der Kategorie beste Dokumentation/Reportage für "Kuhlenkampffs Schuhe". Foto: Henning Kaiser

Entertainer Jürgen von der Lippe wurde mit dem Ehrenpreis des Deutschen Fernsehpreises ausgezeichnet. Foto: Henning Kaiser


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