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Die Filmstarts der Woche

Film

Montag, 2. Mai 2022 - 11:24 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Die düstere Welt Putins, das Multiversum des Doctor Strange, der Dschungel und eine entfernte Ameisenkolonie: die Schauplätze vier neuer Kinofilme.

Erst wird er eingeschüchtert, dann soll er aus dem Weg geräumt werden: der russische Oppositionelle Alexej Nawalny. Foto: -/DCM Cabel News Network Inc./dpa

Von Dokumentation bis Animation: Auf Alexej Nawalny wird ein Mordanschlag verübt, Dr. Strange durchlebt einen Alptraum, die Biene Maja geht auf eine weite Reise und Tilda Swinton zieht es in den Dschungel.

„Nawalny“: Der Giftanschlag auf Putins Gegner

Der Mordanschlag auf den Kremlgegner Alexej Nawalny zeigte 2020 glasklar, wie gefährlich Andersdenkende in Russland leben. Die Giftattacke steht symbolisch für die Brutalität des Systems von Präsident Putin. Eine große Doku geht dem weltweit beachteten Verbrechen nun nach.

Entstanden ist ein Zeitzeugnis über den Mut eines Kämpfers, der trotz Tiefschlägen, Haft und Lebensgefahr immer wieder aufsteht gegen Korruption und himmelschreienden Machtmissbrauch.

Nawalny, USA 2022, 99 Minuten, FSK ab 12, von Daniel Roher, mit Alexej Nawalny

Neues Abenteuer des Marvel-Magiers

In der von Sam Raimi inszenierten Fortsetzung des Marvel-Streifens durchquert Doctor Strange gemeinsam mit alten und neuen Verbündeten die alternativen Realitäten des „Multiversums“, um das Ende aller Dimensionen zu verhindern. Dabei wird er selbst zur Gefahr für die Menschheit. Wieder dabei sind neben Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle unter anderem Benedict Wong und Rachel McAdams.

Der derzeit viel beschäftigte Cumberbatch sagte vorab: Wenn er von seiner Filmfigur Dr. Strange stehlen könnte, dann wäre es die Fähigkeit, von einem Ort zum anderen zu gelangen, ohne reisen zu müssen. „Davon könnte ich einiges in meinem Leben gebrauchen.“

Doctor Strange in the Multiverse of Madness, USA 2022, 126 Minuten, FSK ab 12, von Sam Raimi, mit Benedict Cumberbatch, Elizabeth Olsen, Rachel McAdams

„Memoria“: Tilda Swinton im Dschungel

„Slow Cinema“ nennt man, was der thailändische Regisseur Apichatpong Weerasethakul macht. Für seinen neuen Film „Memoria“ mit Tilda Swinton in der Hauptrolle bedeutet das: Die Handlung des Filmes ist nicht so wichtig. Es gibt lange, statische Filmeinstellungen, die Atmosphären und Geräuschkulissen lebendig machen. Und eine starke Hauptdarstellerin, deren Regungen wir in aller Langsamkeit verfolgen können.

Swinton spielt Jessica, die eines Tages von einem dumpfen Knall aufgeschreckt wird. Immer wieder hört sie nun dieses bedrohliche Geräusch, das außer ihr niemand wahrzunehmen scheint. Sie versucht, dem Geräusch auf die Spur zu kommen.

Memoria, Kolumbien/Thailand/u.a. 2021, 136 Minuten, FSK o.A., von Apichatpong Weerasethakul, mit Tilda Swinton, Elkin Díaz, Jeanne Balibar

„Biene Maja - Das geheime Königreich“

Die lustig-bunten Protagonisten dieses familientauglichen Animationsstreifens freuen sich über den Frühling – vielleicht ein wenig so wie wir (potenziellen) Kinobesucher auch gerade. Es geht, natürlich, um die Biene Maja (eine erstmals vor 110 Jahren in einem Roman aufgetauchte Figur). Es geht aber auch um eine versehrte Ameise: Diese vertraut Maja eine seltsame goldene Kugel an. Die Kugel soll zu einer weit entfernten Ameisenkolonie gebracht werden.

Eine kleine Überraschung aber wartet noch auf uns: Aus eben dieser Kugel schlüpft eine Ameisenprinzessin. Nun heißt es, die Prinzessin zurück zu ihrem Ameisenvolk zu bringen. An Majas Seite, natürlich: ihr guter Freund, der kleine Willi!

Biene Maja - Das geheime Königreich, Deutschland/Australien 2020, 88 Min., FSK ab 0, von Noel Cleary und Alex Stadermann

© dpa-infocom, dpa:220428-99-75779/9

Dr. Strange (Benedict Cumberbatch) wird zur Gefahr für die Menschheit. Foto: Marvel Studios/Walt Disney Studios/dpa

Jede Regung sichtbar: Tilda Swinton spielt die Hauptrolle in „Memoria“. Foto: Sandro Kopp/Port au Prince Pictures/dpa

Auf die Biene Maja (l-r), Willi und die Ameisenprinzessin Smoosh wartet ein großes Abenteuer. Foto: LEONINE /dpa

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