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Dio und Black Sabbath polieren alte Scheiben neu auf

Musik

Mittwoch, 17. Februar 2021 - 06:17 Uhr

von Von Günther Chalupa

dpa Berlin. In Zeiten von Corona erinnern sich alte Kämpen des Hardrock und Heavy Metal ihrer frühen Werke. So bringen Black Sabbath und Dio neu aufgepolsterte Alben von einst mit einigen Überraschungen auf den Markt.

Black Sabbath im Goldrausch. Foto: BMG/dpa

Wenn Ozzy Osbourne oder Ronnie James Dio auf der Bühne ins Mikro röhrten, kamen Lautsprecher und Trommelfelle der Fans an ihre Belastungsgrenzen. für die Fans aber war es stets ein besonderes Erlebnis.

Fast 50 Jahre ist es her, dass etwa Black Sabbath die Welt des Heavy Metal mit dem Album „Vol.4“ beglückten. Bei der Band Dio ist es zwar nicht so lange her, doch auch deren Neuauflagen von „Holy Diver Live“ und „Evil Or Divine: Live in New York City“ sind nicht zu verachten. Und irgendwie gehören sie zusammen, denn schließlich war der Sänger Dio auch einmal Mitglied bei Black Sabbath.

BLACK SABBATH Vol.4

1972 veröffentlichten sie ihr viertes Studio-Album mit dem wenig originellen Titel „Vol.4“, was aber angesichts der späteren Auszeichnung mit Gold und Platin nicht weiter störte. Klassiker wie „Snowblind“, „Changes“ oder „Supernaut“ allein waren schon Garanten für den Erfolg.

Jetzt kommt „Vol.4“ in einer Neufassung, komplett remastered und - je nach Affinität der Fans - entweder als CD- oder Vinyl-Box mit zahlreichen Beigaben wie Poster oder Büchlein mit seltenen Fotos. Und als ganz besonderes musikalisches Bonbon gibt es gar 20 bisher unveröffentlichte Studio- und Live-Aufnahmen - zwar altbekannte Songs in anderen Varianten, für den Hardcore-Fan der Band jedoch ein Muss.

Die Kollektion wird mit Live Performances von der Vol. 4 UK Konzerttour 1973 abgerundet. Die Aufnahmen waren ursprünglich für ein Live-Album gedacht, dieser Plan wurde aber bisher nie umgesetzt.

DIO

Als der Rocksänger Ronnie James Dio und Schlagzeuger Vinny Appice 1982 Black Sabbath verließen, gründeten sie mit dem Gitarristen Vivian Campbell und dem Bassisten Jaimmy Rain eine eigene Band mit dem Namen Dio. Ihr Debütalbum „Holy Diver“ (1984) wurde mit Gold und später auch noch Platin prämiert. Ständige Personalwechsel in der Band sorgten danach für neue Töne und auch für Unmut, und das nicht nur bei den Fans.

Dennoch sorgte Dio, der seine Karriere bei einer Boogie-Band (Elf) begann und dann zu einem der wichtigsten und besten Sänger der Metal-Szene wurde, für Unvergessliches. Die drei Klassiker „Holy Diver“, „The Last in Line“ und „Dream Evil“ gehören schlicht zu den Standards der Metal-Geschichte. Seine von Mythen, Drachen und Elfen geprägten Lyrics sind unverkennbar.

Jetzt erscheinen die Alben „Holy Diver“ und „Evil Or Divine: Live In New York City“ in einem völlig neuen Kleid. Ein neues Artwork sowie komplett remasterte Klänge gehören ebenso zu den Neuauflagen wie auch bisher nie veröffentlichte Versionen von Songs wie etwa „Lord Of The Last Day“. Und Dios unverkennbare Stimme sorgt auch nach seinem Tod 2010 immer wieder für Gänsehaut.

Und wenn bei Konzerten die berühmte Metalhand - geballte Faust mit ausgestrecktem Zeige- und kleinen Finger - hochgehalten wird, ist dies auch eine kleine Hommage an Dio, der das „Teufels-Zeichen“ in der Metal- und Hardrock-Szene erst richtig bekannt machte.

© dpa-infocom, dpa:210213-99-428741/4

Ronnie James Dio und die „Pommesgabel“. Foto: BMG/dpa

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