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Boulevard

Einblicke in den Nachlass von Helmut Dietl

Film

Freitag, 29. Juni 2018 - 09:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Helmut Dietl nannte sich selbst gern einen Melodramödiker, seine Filme changierten zwischen Satire, Posse und Poesie. Die Deutsche Kinemathek in Berlin erinnert jetzt aus besonderem Anlass an den bayerischen Filmemacher.

David Dietl, Regisseur und Sohn von Helmut Dietl und Tamara Dietl, die Witwe von Helmut Dietl, bei der Eröffnung der Ausstellung „Schwermut und Leichtigkeit – Eine Sonderschau für Helmut Dietl“. Foto: Christoph Soeder

Mit Filmen wie „Schtonk“, „Rossini“ oder „Late Show“ hat Helmut Dietl sich unvergessen gemacht. Drei Jahre nach dem Tod des großen Regisseurs gibt eine Ausstellung in Berlin Einblick in seinen Nachlass.

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Unter dem Titel „Schwermut und Leichtigkeit“ zeigt die Deutsche Kinemathek, das Museum für Film und Fernsehen, bisher unveröffentlichte Arbeitsmaterialien, Fotos und Korrespondenzen.

Die Witwe Tamara Dietl (54) hat dem Berliner Haus den künstlerischen Nachlass ihres Mannes in 250 Umzugskisten zur Bewahrung übergeben. Der dpa sagte sie bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstagabend, ihr sei der Schritt nicht schwergefallen. „Der gehört ja nicht mir, der gehört dem kulturellen Gedächtnis des Landes.“ Die persönlichen Erinnerungen habe sie selbstverständlich behalten. 

Höhepunkt der kleinen Sonderschau ist ein Zusammenschnitt der besten Filmszenen Dietls, der in einem Spiegelsaal in Endlosschleife läuft. Bekannte Zitate aus seinen TV-Serien werden wieder lebendig - wie „A bissel was geht immer“ aus „Monaco Franze“ oder „Ich scheiß' dich zu mit meinem Geld“ aus „Kir Royal“.

Bei einer Szene aus dem Film „Vom Suchen und Finden der Liebe“ (2005) kommen Tamara Dietl die Tränen. „Das war unsere Geschichte. Den Film hat er für mich gemacht“, sagt sie. Die Journalistin und Autorin war Dietls vierte Frau. Sie lebte von 2002 bis zu seinem Krebstod 2015 mit ihm zusammen.

Kinemathek-Direktor Rainer Rother kündigte an, das Museum werde den Nachlass in den kommenden Jahren aufarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. „Das ist eine große Aufgabe, sie wird das ganze Haus beschäftigen.“

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