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Boulevard

Experten: Neruda könnte vergiftet worden sein

Literatur

Samstag, 21. Oktober 2017 - 13:07 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Santiago de Chile. Der Tod Pablo Nerudas liegt mittlerweile mehr als 40 Jahre zurück. Bisher ging man davon aus, dass der chilenische Literatur-Nobelpreisträger an den Folgen einer Krebserkrankung starb. Ein neuer Befund deutet jedoch auf eine andere Ursache hin.

Der chilenische Dichter Pablo Neruda ist nach Befund einer Expertengruppe möglicherweise an einer Bakterien-Vergiftung gestorben. Foto: Laurent Rebours/AP

Der chilenische Literatur-Nobelpreisträger Pablo Neruda ist 1973 nach einem Befund einer internationalen Expertengruppe möglicherweise an einer Vergiftung und nicht an Krebs gestorben. Sie hätten einen Giftstoff gefunden, erklärte der spanische Forensiker Aurelio Luna.

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Weitere Laborstudien könnten bestimmen, ob es sich um eine von Menschenhand ausgeführte Vergiftung handele. Die Gruppe von 16 Experten aus den USA, Frankreich, Kanada, Dänemark, Spanien und Chile schloss aus, dass Neruda an den Folgen seines Krebsleidens gestorben sein könnte, wie der Richter Mario Carroza, der die Untersuchung beauftragt hatte, dem Sender Radio Cooperativa sagte.

Neruda war am 23. September 1973 in einem Krankenhaus in Santiago de Chile gestorben, wenige Tage nach dem Staatsstreich gegen den mit ihm befreundeten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende. Die Sterbeurkunde gab damals Prostatakrebs als Todesursache an. Den Literaturnobelpreis hatte Neruda 1971 gewonnen. 2013 war der Leichnam exhumiert worden, 2016 erneut begraben worden.


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