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Helloween: „Es muss alles echt klingen“

Musik

Donnerstag, 24. Juni 2021 - 15:16 Uhr

von Von Britta Schultejans, dpa

dpa München. Oft benennen Bands ihr allererstes Album nach sich selbst. Die Metal-Gruppe Helloween hat das jetzt nach mehr als 35 Jahren getan - und dafür gibt es einen guten Grund.

Eigentlich ist es die klassische Namensgebung für ein Debüt: der schlichte, schnörkellose Bandname. Die Heavy-Metal-Gruppe Helloween aber hat nun nach mehr als 35 Jahren Bandgeschichte ein Album einfach nach sich selbst benannt - also „Helloween“.

„Es ist ja im Prinzip ein 'Debütalbum'“, sagt Andi Deris, Sänger und Hauptkomponist der Band, im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. Und diese Einschätzung hat einen Grund: Das Album soll eine neue Ära in der 1984 begonnenen Bandgeschichte einläuten. Denn die Gruppe stand inzwischen zu siebt, mit alten und neuen Mitgliedern, im Studio - und ist hoffentlich bald auch wieder auf der Bühne zu sehen.

„Wir hatten zwar einen Arbeitstitel, aber irgendwie fühlte sich das nicht richtig an, um diese neue Ära von Helloween einzuleiten“, sagt Deris. „Darum haben wir dann beschlossen, das Album einfach 'Helloween' zu nennen. So schließt sich der Kreis auch.“

Helloween gehören zu den wenigen deutschen Metal-Bands, die weltweit Karriere gemacht haben. Sie spielten schon mit Iron Maiden und Ozzy Osbourne, haben in den dreieinhalb Jahrzehnten ihrer Geschichte 15 Studio- und drei Livealben herausgebracht.

Das neue reiht sich da hervorragend ein - mit zwölf Songs teils epischen Ausmaßes. Die erste Single-Auskopplung „Skyfall“ dauert länger als zwölf Minuten. Ein Rock-Epos, wie man es eher aus den 1990er Jahren kennt als aus der allerjüngsten Musikgeschichte.

„Ich weiß nicht, ob es in diese Zeit passen muss. Helloween hat traditionell lange Songs ein bisschen auch als Trademark“, sagt Deris. „Wir hatten auf dem 'Keeper Of The Legacy'-Album einen Song, der 14 Minuten lang war. Und nachdem Kai Hansen wieder ein Teil von Helloween ist, war es nur logisch, dass wir auf jeden Fall einen epischen Song auf dem Album haben werden.“

Das neue Album entstand in einem Hamburger Studio, in dem auch viele andere Helloween-Alben aufgenommen wurden. Technisch sei inzwischen zwar vieles einfacher, sagt Deris. „Aber nach wie vor muss man gut Gitarre, Bass, Schlagzeug spielen und auch gut singen. Da kann man zwar etwas Hilfe in Anspruch nehmen, aber zu viel ist weder im Rock noch im Metal Bereich erwünscht. Es muss alles echt klingen.“

© dpa-infocom, dpa:210615-99-03527/2

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